Die Aschaffenburg Top-Ten – Was an unserer Stadt am schönsten ist

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Was zeichnet das bayerische Nizza aus? Was ist bei uns am Schönsten? Und welche zehn Orte, Plätze, Events oder Ereignisse würde man einem neuen Bürger oder einem Besucher raten: das ist Ascheberg, das musst Du mal gesehen oder erlebt haben. In der Familie haben wir die Aschaffenburg-Top-Ten diskutiert und festgestellt: Aschaffenburg ist unheimlich reich an Schönem, es hat Etliches zu bieten, so dass es schwer fällt auf zehn zu begrenzen. Und jeder nennt andere Höhepunkte unserer Stadt, wobei das auch oft vom Alter abhängt. So schätzen viele junge Leute das Festival KOMMZ, während für manch Ältere die Seniorensitzung der Faschingsvereine das Größte ist. Und in allen Stadtteilen hat die eigene Kerb ohnehin mit den höchsten Stellenwert.

Kurzum, der Autor dieser Zeilen, musste zuletzt doch subjektiv entscheiden, was seiner Ansicht nach die Höhepunkte unserer Stadt sind. Wobei bei einem, der sich gerne im Freien aufhält und der gerne in der Sonne sitzt, die Top Ten an der frischen Luft dominieren. Das passt auch zu gut zu Ascheberg, dem wärmsten Fleck Bayerns. Denn wir können hier besonders lange und oft draußen sitzen. Doch jetzt geht es los mit meinen Top Ten:

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(1) Am Pompejanum sitzen und auf Schloss und Mainknie schauen
Diesen einmaligen Platz, den schönsten und wärmsten Platz seines Reichs, hat bereits König Ludwig I von Bayern so geschätzt, dass er hier sein Pompejanum gebaut hat. Hier ist das Herz des Bayerischen Nizza. Auch Oberbürgermeister Klaus Herzog mag diesen Ort besonders. Wir auch! Denn was gibt es Schöneres als am Pompejanum in der Sonne zu sitzen, auf das wunderbare Schloss und das Mainknie zu schauen, Schiffe zu beobachten und einmal auch gen Spessart zu blicken. Die besondere Atmosphäre dieses Ortes ist kaum zu beschreiben. Besser Sie gehen einmal hin und genießen ihn.

(2) Volksfest-Frühschoppen mit Urban Priol
Jedes Jahr im Juni findet in Aschaffenburg das große Volksfest am Main statt. Früher war Sonntag früh immer ein Box-Wettkampf im Festzelt, wobei es mitunter auch blutig zuging. Zum Glück findet seit ein paar Jahren Sonntag-Vormittag ein kabarettistischer Frühschoppen mit Urban Priol statt. Das Zelt ist stets voll, zumal es keinen Eintritt kostet. Die Stimmung ist super, das Bier schmeckt. Und hier triffst Du Freunde, die Du das ganze Jahr noch nicht gesehen hast. Auch Priol dreht vor heimischer Kulisse auf und ist besser als in jeder Fernsehsendung. Kein Wunder, denn hier wird er verstanden, hier kann er den heimischen Dialekt sprechen, und Witze über Lokales reißen – wie zum Beispiel über die geplante Olympia-Kajak-Bahn auf der Gersprenz oder über den berühmten Bahnhof Rückersbacher Schlucht. Ein Muss für alle Alt- und Neu-Ascheberger.

(3) Die lange Museumsnacht
Anfang Juli (2015 übrigens am 4. Juli), wenn die Tage warm und am längsten sind, findet in Aschaffenburgs Altstadt die lange Museumsnacht statt. Nicht nur, dass dann der Eintritt in alle Museen mit einem Ticket zu haben ist. Es werden Vorträge, Musik und Tank geboten. Die Kulturstadt Aschaffenburg zeigt, was sie hat. Und den Besucher umweht ein südliches Flair. Dazu gibt es viele leckere Sachen zu essen und zu trinken. Hinzu kommt: Sie treffen hier auch alte Freunde, auch welche, die Sie schon lange nicht mehr gesehen haben (wenn Sie diese nicht schon beim Urban getroffen haben).

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(4) Der Schlappeseppel
„Da gehe ich nicht mehr hin“, meinten eingefleichte Fans des Schlappeseppel-Biers nachdem seit Herbst 2011 in der ehemaligen Brauereigaststätte Schlappeseppel das Miltenberger Faust-Bier ausgeschenkt wird. Trotzdem ist es im „Schlapp“ weiterhin fast immer voll. Das unweit des Schlosses gelegene urgemütliche Lokal bleibt die Schwemme und der „Melting-Pot“ in Ascheberg. Eine Institution eben. Hier rückt man zusammen, hier kommst Du mit den Leuten ins Gespräch, hier ist Ascheberg zuhause. Und seinen wir mal ganz ehrlich: Auch das Schlappeseppel-Bier wird inzwischen nicht in Aschaffenburg, sondern in Großostheim gebraut. Und Faust-Bier ist auch nicht schlecht. Nur eines stört mich: Dass, wenn ich jetzt ein Bier bestelle, die Bedienung immer fragt, was für ein Bier. Früher war das einfacher: Da wurde nicht mehr nachgefragt, da kam gleich ein großes Schlappeseppel-Export auf den Tisch.

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(5) Das Stadtfest
In Aschaffenburg lässt es sich nur besonders gut leben, sondern hier wird auch besonders gut gefeiert. Der Höhepunkt ist dabei das Stadtfest, das traditionell jedes Jahr samstags und sonntags am letzten Augustwochenende stattfindet. Also dann, wenn wir alle wieder aus dem Sommerurlaub zurück sind. Auf zahlreichen Bühnen unterhalten etliche Bands, darunter viele echt tolle Gruppen, die bis zu 200.000 Besucher. Es gibt nicht nur Bier, sondern – wie es sich für eine Weingegend gehört – auch heimische Frankenwein und natürlich unzählige kulinarische Leckereien. Von überall her strömen die Leute an diesem Wochenende nach Ascheberg. Insofern gibt es einen Nachteil am Stadtfest: Manchmal ist es einfach zu voll. Und es braucht mitunter eine Weile, bis man irgendwo einen schönen Sitzplatz gefunden hat. Auch die Parkplatzsuche gestaltet sich an diesem Wochenende schwierig. Daher lieber per Pedes, mit dem Rad oder Bus und Bahn kommen.

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(6) Der Schönbusch und sein Biergarten
Die Mainzer Fürstbischöfe haben in ihrer Sommerresidenz Aschaffenburg nicht nur ein Schloss über dem Main gebaut. Nein, der Bischof, der damals gleichzeitig Landesherr war, ließ Ende des 18. Jahrhunderts noch einen großen Landschaftspark mit See, Dörfchen, Tanzsaal, Freundschaftstempel und Schlösschen errichten. Und natürlich konnte der Fürstbischof – und wir können es noch heute – von seinem Schlösschen aus auch sein wenige Kilometer entferntes Schloss sehen. Der Schönbusch ist immer noch ein wunderbarer Landschaftsgarten mit etlichen Facetten. Zudem lädt ein schöner Biergarten, wie es sich gehört unter Kastanienbäumen gelegen, zum Verweilen ein. Auch wenn eine Band aufspielt, ist der Biergarten, fast immer einen Besuch wert. Mein persönlicher Tipp: Kommen Sie doch am 1. Mai zum Konzert von Joe Schocker. Das ist echt die Hölle los. Selbst wenn es wie letztes Jahr regnet.

(7) Weinfest Urbani Häcker am Godelsberg
Wussten Sie das schon? In Aschaffenburg gibt es Weinfeste und ein echtes Fest mitten im Weinberg. Nein, wir sprechen nicht vom Pompejaner, der unterhalb vom Pompejanum wächst und den die Stadt bei Veranstaltungen ausschenkt. Auch das Schlossweinfest im Innenhof des Schlosses gibt es leider nicht mehr. Die Rede ist vom Weinfest Urbani Häcker am Godelsberg. Dort wird mitten im mit Lichtern und Girlanden geschmückten Weinberg, der von der Straße nicht einzusehen ist, echter Aschaffenburger Godelsberg ausgeschenkt. Für das kulinarische Wohl ist natürlich auch gesorgt. Nur wenige kennen in Ascheberg dieses heimelige Weinfest. Freunde, im letzten Jahr zum ersten Mal dort, waren total begeistert. Wer mit dem Fahrrad kommt, hat übrigens einen Vorteil. Der Hinweg ist beschwerlich, doch auf dem Heimweg kann man es, ohne zu treten, schön rollen lassen.

(8) Ein Heimspiel des TVG
Unsere Region ist eine Handballhochburg. Jahrelang hat der TV Großwallstadt (TVG) in der Unterfrankenhalle, heute f.a.n. frankenstolz arena genannt, im Aschaffenburger Stadtteil Leider erstklassigen Bundesliga-Handball geboten. Zum Beispiel begeisterte von 1997 bis 2000 der französische Nationalspieler Jackson Richardson beim TVG. Heute spielt die TVG zwar in der 2. Bundesliga. Bald soll aber der Wiederaufstieg gelingen. Für die Zuschauer ist Handball wirklich sehenswert. Ein spannender Sport mit vielen Toren. Wenn Sie noch nicht bei einem Handball-Spiel waren, gehen Sie unbedingt einmal hin und lassen sich begeistern. Das Spiel findet vor Ihrer Haustüre statt.

(9) Der neue Biergarten am Main
Waren Sie schon im neuen Biergarten unten am Mainufer? Dieser wurde erst 2013 eröffnet und trägt dem Wunsch vieler Aschaffenburger Rechnung. Der Biergarten liegt direkt am Theoderichstor und ist wirklich schön gelegen. Sie können sich auch dabei mit einem Getränk ihrer Wahl direkt an das Mainufer setzen und aufs Wasser schauen. Probieren Sie es einfach einmal aus, Sie werden diesen Platz genießen!

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(10) Ein Heimspiel der Viktoria
Inzwischen gewinnt sie wieder: Die Viktoria, Aschaffenburgs Top-Fußballmannschaft (vgl. auch hierzu das Vereinsporträt n diesem Heft), hat im Stadion am Schönbusch zuletzt Haibach 5:0 und auch Erlenbach geschlagen. Jetzt geht es um den Aufstieg in die Regionalliga Bayern. Die junge Mannschaft spielt einen attraktiven Fußball und es macht wieder Spaß, samstags zur Viktoria zu gehen. Vor allem, wenn die Sonne scheint und das Wetter passt. Der Blick auf Schloss ist übrigens im Eintrittspreis mit dabei. Ein Tipp noch: Wer seine AVG-Kundenkarte mitbringt, erhält ermäßigten Eintritt.

Weitere Kandidaten
Diese Auswahl war wirklich schwer. Knapp an meiner Top-Ten-Liste gescheitert sind unter anderen die Leiderer Kerb (vor allem der Montag), der Brunnen „Zeitwagen“ am Wolfsthalplatz, eine Vorstellung in unserem wunderschönen Stadttheater, das Wirtshaus Wurstbendel, wo es noch BABA Bier gibt … und, und, und …

Eines ist klar: Aschaffenburg ist schön. Der wärmste Fleck Bayerns hat eine Menge zu bieten. Schon Ludwig I, der hier sein Pompejanum baute, wusste: Hier ist das bayerische Nizza, hier ist der Süden.
(wrü) // Foto1: © wrü // Foto2: © wrü // Foto5: © SV Viktoria 01 Aschaffenburg

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