Die Seligenstadt Top-Ten – Was an der 1.200 Jahre alten Stadt am Schönsten ist

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BildVom Klostergarten bis zum Geleitsfest: Wer noch nicht hier war, der muss bei schönem Wetter einmal nach Seligenstadt fahren. Am besten am Main entlang auf dem Fahrrad, wo er die Türme der Basilika schon von weitem sieht. Denn die Stadt, die in diesem Jahr ihr 1.200-jähriges Jubiläum feiert, liegt traumhaft schön, geradezu malerisch am Main. Die Symbiose von Fluss mit Fähre, südlichem Flair mit Eisdielen und Cafes sowie Geschichte inklusive historischer Gebäude mit zum Teil viel Fachwerk ist einmalig. Daher hat auch der Dalai Lama am 22. August 2011 zusammen mit dem Hessischen Ministerpräsidenten dieses Kleinod am Main, Seligenstadt und seine Klosteranlage, besucht. Wir waren an diesem heißen Tag dort und es wimmelte von Menschen, die sich freuten vom Dalai Lama begrüßt zu werden.

Nun hat Seligenstadt etliche Highlights zu bieten, so dass wir uns bei unseren Top-Ten auf eine Auswahl beschränken müssen, die wieder rein subjektiv ist. Wir wissen aber, dass es in Seligenstadt ein reichhaltiges gastronomisches und kulturelles Angebot, ein Kino, viele Feste (die Seligenstädter feiern gern), ein reges Vereinsleben und zahlreiche sportliche Aktivitäten sowie ein schönes Freibad gibt.


(1) Kloster mit Konvent- und Kräutergarten
Die Gründung des Benediktinerklosters geht auf Einhard, dem Biographen Karls des Großen zurück, der im Jahr 815 von Kaiser Ludwig dem Frommen das königliche Gut Mulinheim, das heutige Seligenstadt, geschenkt bekam. Bis zur Säkularisierung im Jahre 1803 bauten die Benediktiner hier eine Anlage mit Klausur und Wirtschaftsgebäuden, einer Mühle sowie eines Koventgartens und eines Kräutergartens auf. Die gesamte Anlage wurde in den vergangenen Jahren restauriert und bietet für jedermann, insbesondere auch für Familien mit Kindern, einen unvergleichlichen Einblick in das klösterliche Leben. Traumhaft schön, wenn nicht gar grandios, präsentiert sich der Klostergarten mit vielen einmaligen Pflanzen. Ein echtes Highlight nicht nur von Seligenstadt, sondern des gesamten Untermains. Muss mer gesehe ham!

(2) Main und Mainfähre „Stadt Seligenstadt“
Was für Venedig gilt, trifft auch für Seligenstadt zu: Am schönsten ist es, sich dieser Stadt und ihrer Silhouette vom Wasser aus zu nähern. Bei Seligenstadt geschieht dies vom gegenüberliegenden bayerischen Ufer aus. In Seligenstadt gibt es noch eine zentral gelegene Mainfähre, die „Stadt Seligenstadt“, die auch von der Stadt betrieben wird, und die neben Fußgängern auch Radfahrer und Autos befördert. Solch eine Überfahrt mit der Fähre ist ein echtes Erlebnis! Das sollten Sie einfach einmal ausprobieren. Schön ist es auch, am Main zu sitzen, vielleicht ein Eis zu schlecken, und der Fähre und den Mainschiffen zuzuschauen. Hier kann man gut einmal nichts tun und die Seele baumeln lassen.

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(3) Eis essen in Seligenstadt
Sommer, Sonne, Eis essen in Seligenstadt. Das gehört zusammen. Unten am Main und in der nahen Altstadt gibt es mehrere Eisdielen mit attraktivem Angebot. Wer bei schönen Wetter nach Seligenstadt kommt und unten an der Mainfähre oder durch die Altstadt flaniert, hat den Eindruck: Hier hat fast jeder ein Eis in der Hand und genießt das schöne Wetter oder kurzum das Leben. Über Seligenstadt hinaus bekannt ist der „Eis-Kaiser“ für sein leckeres Eis und die großen Portionen. Viele Menschen aus der Region fahren bei schönem Wetter extra nach Seligenstadt, um ein Eis zu essen. Recht so, denn sie wissen, das ist einfach schön.

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(4) Die Einhard-Basilika St. Marcellinus und Petrus
Das zeichnet Seligenstadt aus: Eis essen und Lebensfreude direkt neben viel Geschichte und Kultur. Die in unmittelbarer Nähe zu Main und Fähre gelegene Basilika mit ihren zwei Türmen wurde im 9. Jahrhundert von Einhard als dreischiffige Pfeilerbasilika errichtet; sprich: das Bauwerk ist trotz Umgestaltungen während der Jahrhunderte karolingischen Ursprungs. Benannt ist die Basilika nach den römischen Märtyrern Marcellinus und Petrus, die während der letzten großen Christenverfolgung 304 in Rom starben, und deren Gebeine Einhard im Jahre 828 nach Seligenstadt geholt hat. Der Reliquienschrein der beiden Seligenstädter Schutzheiligen befindet sich unter dem Hauptaltar der Basilika. Heute ist die sehenswerte Basilika ein katholisches Gotteshaus.

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(5) Marktplatz mit historischem Fachwerk
Plätze gilt es zu sehen und zu erleben. Der Marktplatz in Seligenstadt umgeben von Rathaus und historischen Fachwerkhäusern ist einfach schön. Hier trifft man sich in Seligenstadt. Hier findet mittwochs und samstags der Wochenmarkt statt. Hier trinkt man ein Getränk, isst eine Kleinigkeit, schleckt ein Eis und lässt es sich gut gehen; die gastronomischen Angebote sind dazu zahlreich. Bereits die Gassen und Sträßchen, die zum Marktplatz führen, sind malerisch. Besucher sollten einfach am Marktplatz halt machen und dort einkehren, um dessen Flair zu erleben.

(6) Fastnacht mit Großem Rosenmontagszug
Wo ist die Fastnacht in Hessen zuhause? Nein, nicht in Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach, Kassel oder Gießen, sondern in dem mit rund 20.000 Einwohnern eher kleinen Städtchen Seligenstadt. Wie es sich für eine ehemals zu Kurmainz gehörende Stadt gehört, gibt es in Seligenstadt zahlreiche faschingsaktive Vereine. Und in jedem Jahr regiert ein bis zur großen Gala-Sitzung streng geheim gehaltenes Prinzenpaar das Narrenvolk der „Schlumber“, wie sich die Seligenstädter selbst nennen. Sitzungen, Gardetanz, Fastnacht feiern, da sind viele Einheimische dabei. Höhepunkt der Session ist dann der Große Rosenmontagszug (der nächste findet am 8. Februar 2016 statt), der überregionale Bedeutung hat und bei dem rund 50.000 Besucher in die Stadt kommen. Dann geht die Post ab und in Hessens Fastnachtshochburg Seligenstadt wird richtig gefeiert.

(7) Seligenstäder Geleit
In Seligenstadt hat sich mit dem Geleitsfest, das nur alle vier Jahre und auch 2015 stattfindet, ein historischer Brauch aus dem Mittelalter überliefert. Hintergrund ist, dass die Wege der Kaufleute aus Nürnberg oder Augsburg zur Frankfurter Messe gefährlich waren. Daher stellte der Stauferkaiser Friedrich II im Jahr 1240 die Kaufmannszüge unter kaiserlichen Schutz, die Landesherren mussten also bewaffnetes Geleit stellen. Dabei entwickelte sich unter Kaufleuten im Mittelalter auch der so genannte Löffeltrunk. Neuankömmlinge mussten den einen Liter Wein fassenden Löffel mit einem Zug austrinken oder, wenn das nicht gelang, die ganze Kaufmannsgilde frei halten. Im Rahmen des Seligenstädter Geleits feiert am 18. und 19. Juli jedenfalls ganz Seligenstadt. Und am Sonntag, den 19. Juli, findet von 14 bis 16:30 Uhr der historische Geleitzug mit anschließendem Löffeltrunk auf dem Marktplatz statt. Abgeschlossen wird das Fest in diesem Jahr am 20. Juli mit einem großen Feuerwerk am Mainufer und der Rockgruppe Rodgau Monotones.

(8) Seligenstadts Brauereien
Mitten in der Seligenstädter Altstadt ist die Privatbrauerei Glaabsbräu angesiedelt, deren Wurzeln bis ins Jahr 1744 zurückreichen. Bei Glaabsbräu gibt es noch für Feste ein Pferdegespann mit vier Pferden. Ein Erlebnis ist eine Brauerführung bei Glaab wie auch das Hoffest. Hinzu kommt der Brauereiausschank Römischer Kaiser, der auch Deftiges zu essen bietet. Mit der Gasthausbrauerei Klein’s Brauhaus in der Bahnhofsstraße hat Seligenstadt eine zweite Brauerei. Hier wird direkt in der Wirtschaft gebraut und der Gerstensaft anschließend konsumiert. Auch hier rundet eine herzhafte Speisekarte die Bierauswahl ab.

(9) Skatenights
Im Sommer heißt es in Seligenstadt „ab auf die Rollen“. Denn dann finden die von der Stadt Seligenstadt und SeligenStadtMarketing veranstalteten Skatenights statt. Dabei handelt es sich um keinen Wettbewerb, sondern um ein Zusammentreffen in einer Gruppe. Rund 300 bis 400 Skater nehmen an den Skatenights teil, Helm und Schutzausrichtung sind Pflicht. Los geht es jeweils um 20 Uhr am Kapellenplatz. Und eines ist nach dem SkateErlebnis klar: Danach findet noch ein gemütliches Beisammensein, neudeutsch ein Come Together, statt. Skatenights finden in diesem Sommer noch am 2. Juli, 13. August und am 3. September statt.

(10) Seligenstädter Adventsmarkt
Weihnachts- und Adventsmärkte sind in mittelalterlich geprägten Städten mit viel Fachwerk am schönsten. In Seligenstadt findet in der Adventszeit rund um den historischen Marktplatz der Adventsmarkt mit ansprechendem Rahmenprogramm statt. Die Fachwerkhäuser sind dann beleuchtet. Und die Stadt ist voller Besucher, die die heimelige, weihnachtliche Atmosphäre in dieser schönen Stadt genießen.

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Die Basilika in Seligenstadt mit Klostergarten


Wer noch nicht in Seligenstadt war, sollte unbedingt das schöne Städtchen einmal besuchen. Denn neben den genannten Top-Ten gibt es in der Einhard-Stadt vieles zu sehen und zu erleben. Besonders Menschen aus den Großstädten Frankfurt und Offenbach kommen am Wochenende sehr gerne nach Seilgenstadt. Für sie stellt dieses Kleinod am Main einen Geheimtipp dar.

Wir freuen uns darauf: Sommer, Sonne, Eis essen in Seligenstadt. (wrü) // Fotos: © csr

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