20 Tipps für Allergiker

Der Frühling beginnt, die Sonne scheint und die Bäume blühen wieder. Für Allergiker beginnt das Leid der triefenden Nase und der tränenden Augen. 20 Tipps, damit Sie den Frühling trotzdem genießen können.

Bild

1) Zur Diagnose zum Arzt gehen
Wenn Sie den Verdacht haben, unter einer Allergie zu leiden, sollten Sie zuerst einen Arzt aufsuchen. Nur wenn Sie wissen, was die Allergie auslöst, können Sie den Kontakt mit dem Auslöser vermeiden. Mit dem Arzt können Sie auch Therapiemöglichkeiten besprechen und verhindern, dass sich die Allergie verschlimmert und sich eventuell sogar zur chronischen Asthma entwickelt.

2) Den Heuschnupfen ernst nehmen
Eine Allergie sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es gibt inzwischen viele Möglichkeiten, um Heuschnupfen erfolgreich zu behandeln und natürlich sollte man sich dadurch nicht den Alltag vermiesen lassen. Bei einem unbehandelten Heuschnupfen kann es aber zum berühmten „Etagenwechsel“ kommen, das heißt, es entwickelt sich das allergische Asthma.

3) Auf die Tageszeit achten
Der Pollenflug ist in der Stadt und auf dem Land unterschiedlich getaktet, weil Pollen auch vom Verkehr beeinflusst werden. Deshalb sollten Sie in der Stadt in den frühen Morgenstunden lüften (denn hier fahren die wenigsten Autos), auf dem Land gegen Abend. Wenn es lange geregnet hat, ist die Pollenbelastung gering, also ein perfekter Zeitpunkt zum lüften. Im Baumarkt können Sie auch spezielle Pollenschutzgitter für die Fenster kaufen.

4) Abends Duschen
Duschen Sie vor dem Schlafengehen und waschen Sie die Haare. In den Haaren können sich Pollen besonders gut festsetzen und beim Schlafen auf das Kissen gelangen. Wenn Sie also ruhig schlafen wollen, sollten Sie sich diese Routine zu Pollenflugzeiten angewöhnen.

5) Kleidung wechseln
Kleidung, die Sie draußen getragen haben, ist voller Pollen. Ziehen Sie sich also nicht im Schlafzimmer um, sondern legen Sie Ihre Straßenkleidung in einen anderes Zimmer. Am Besten wechseln Sie die Kleidung gleich bei Betreten der Wohnung. Wenn Pollen fliegen, sollten Sie Ihre Wäsche natürlich auch nicht im Freien trocknen lassen.

6) Die Bettwäsche waschen
Genau wie in der Kleidung, setzen sich Pollen auch gerne in der Bettwäsche fest und verhindern einen ruhigen Schlaf. Beziehen Sie Ihr Bett also so oft wie möglich neu und waschen Sie Ihre Bettwäsche bei mindestens 60° C. Sie können auch spezielle Matratzen und Bettzeug für Allergiker kaufen.

7) Viel putzen
Pollen sind hartnäckig und wenn sie einmal in der Wohnung sind, setzen sie sich überall fest. Putzen Sie also so oft wie möglich, am besten täglich. Polstermöbel, Teppiche und andere „Staubfänger“ sollten Sie täglich absaugen. Auch für den Staubsauger gibt es spezielle Pollenfilter (Hepa-Filter) zu kaufen.

8) Die Pollenvorhersage beachten
Durch den Klimawandel fliegen die Pollen immer früher, aber zum Glück können Sie in der Zeitung, im Internet oder auch im Radio die aktuelle Pollenvorhersage bekommen. Richten Sie sich danach und versuchen Sie Tage, an denen „Ihre“ Pollen fliegen, möglichst in geschlossenen Räumen zu verbringen.

9) Den Körper schonen
Zigarettenrauch, Abgase und Alkohol können die Allergie verstärken. Auch Chlor kann schädlich sein. Versuchen Sie also, diese Stoffe zu vermeiden.Besonders Rauchen schädigt die Schleimhäute noch zusätzlich und kann die Symptome so verstärken.

10) Die Haut pflegen
Eine Pollenallergie kann sich auch mit Juckreiz und nässendem Ausschlag äußern. Deshalb ist es gerade für Allergiker wichtig, die Haut sehr gut zu pflegen, damit die natürliche Hautbarriere gestärkt wird und Bakterien gar nicht erst eindringen können. Milde Tagescremes und Lotions, oder spezielle Produkte für Allergiker, schützen die Haut und vermindern das Risiko eines unangenehmen Ausschlags.

11) Die Nase spülen
Besorgen Sie sich eine Nasendusche und Nasenspülsalz (gibt es in Apotheken und Drogerien) und spülen Sie Ihre Nase täglich durch. Die Schleimhäute werden so gereinigt und besser durchblutet.

12) Auf die Ernährung achten
Bei Heuschnupfen sollten Sie sich histaminarm ernähren (wenig Fertigprodukte, Tomaten, Hülsenfrüchte). Außerdem sollten Sie darauf achten, viel Vitamin C, Vitamin B6, Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren zu sich zu nehmen, da diese die Ausschüttung von Histamin verhindern können (beachten Sie dazu auch unsere Artikel zu Superfood und B-Vitaminen in dieser Ausgabe)

13) Kreuzallergien vermeiden
Bei akutem Heuschnupfen können Sie auch auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagieren (zum Beispiel kann eine Allergie gegen Birkenpollen eine Unverträglichkeit von Äpfeln hervorrufen). Informieren Sie sich über diese Kreuzallergien und versuchen Sie, diese Nahrungsmittel zu vermeiden.

14) Die Augen schonen
Kontaktlinsenträger sollten in der Pollen-Zeit lieber auf eine Brille umsteigen, damit die Augen nicht unnötig gereizt werden. Auch eine Sonnenbrille kann das Auge vor Pollen schützen. Sie sollten aber darauf achten, die Gläser und das Gestell regelmäßig zu reinigen.

15) Den Regen nutzen
Wenn es eine Weile geregnet hat, werden die Pollen aus der Luft gespült. Diese Zeit können Sie also für Spaziergänge, Sport im Freien oder einfach mal zum Durchatmen nutzen.

16) Den Pollen davonfahren
Wenn Sie einen Urlaub planen, fahren Sie am Besten ins Hochgebirge, in Wüstengebiete oder ans Meer. Dort ist die Pollenbelastung am geringsten und Sie können Ihren Urlaub ohne Allergien genießen.

17) Nicht zu Fuß gehen
Eigentlich ist es für die Gesundheit natürlich förderlich, das Auto stehen zu lassen und zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen. Gerade in Städten ist aber die Pollenbelastung durch die Abgase sehr hoch. Heuschnupfen-Geplagte dürfen also ohne schlechtes Gewissen das Auto oder die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen.

18) Pollenfilter im Auto
Auch wenn es warm ist, sollten Sie die Fenster im Auto nicht öffnen, sondern die Klimaanlage benutzen. Wenn die Luft von Außen kommt, können Sie sich einen Pollenfilter in die Lüftung einbauen.

19) Rechtzeitig Medikamente nehmen
Medikamente sind wichtig, um eine Verschlimmerung der Allergie zu vermeiden, denn Heuschnupfen kann auch zu Asthma führen. Einige Medikamente können Sie auch vorbeugend nehmen, lassen Sie sich am Besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

20) Hyposensibilisierung
Wenn die Medikamente nicht richtig wirken, bleibt als letzter Ausweg eine Hyposensibilisierung. Hier wird der Körper langsam an die Allergene gewöhnt und die Dosis immer weiter erhöht, sodass das Immunsystem nicht mehr auf sie reagiert und die Symptome im besten Fall gar nicht mehr auftreten. (Anna Rüppel)

Kommentare sind geschlossen