Der Bierpreisvergleich unserer Region: 3 Biergärten, 2 Bierbrauereien und 2 Bars

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In erster Linie muss man in der Tat gestehen, dass es wohl kein besonders umfangreicher Bierpreisvergleich ist, allerdings haben wir in unserer kleinen Statistik das ganze Spektrum an Orten an denen man ein gutes Bier genießen kann: 3 Biergärten, 2 Bierbrauereien und 2 Bars. In der Kategorie „Biergarten“ testen wir ein Weizen sowie das Export Bier im Aschaffenburger „Hofgarten Biergarten“, das Alzenauer „Meerhöfchen“ sowie auf dem frei zugänglichen Frankfurter „Uni-Campus Westend Biergarten“. In der Kategorie „Bierbrauerei“ testen wir das Aschaffenburger „Schlappeseppel“ sowie das Seligenstädter „Kleines Brauhaus“. Last but not least, testen wir in der Kategorie „Bar“ das Bier im „Cinema“ Aschaffenburg sowie im Klein-Auheimer „Crazy Cactus“.

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Sieger in der Kategorie „Bar“: Das Klein-Auheimer „Crazy Cactus“
Unsere Bierreise beginnt im manchmal unfreiwillig verschlafenen, aber doch sehr gemütlichen Klein-Auheim, wo wir in das direkt am Main gelegene „Crazy Cactus“ gehen: Ein mexikanisches Restaurant mit einer großen Bar; die im rustikal-mexikanischen Stil perfekt eingerichtet ist, allerdings etwas in die Jahre gekommen wirkt. Die Bedienung ist schnell und freundlich, empfiehlt sogar Essen von der Speisekarte. Nach der Bestellung stehen neben einigen Speisen ein 0,5-Liter Weizenbier sowie ein 0,3-Liter Export auf dem Tisch. Optisch top, geschmacklich durchschnittlich in Ordnung. Das Krombacher Weizen kostet 3,50 Euro und geschmacklich nicht jedermanns Sache; das Exportbier ist ebenso ein Krombacher und kostet 2,40 Euro. „Möchte man ordentlich essen gehen, ist das „Crazy Cactus“ empfehlenswert. Seinen Fokus legt es auch mehr auf Cocktails als auf Bier, von daher kann man die eher maue Bierauswahl verschmerzen.“, so Tester Karol Majewski. In Verbindung mit einem Abendessen fällt die Rechnung hier allerdings doch gerne etwas höher aus. Für die Cocktails und die Speisen lohnt sich das allerdings sehr. In der gleichen Kategorie bewerten wir das Aschaffenburger „Cinema“, welches sich als Café, Bar und Cocktail-Restaurant sieht. Atmosphäre sehr gemütlich, die Bedienung schnell und sehr unterhaltsam. Wir kommen direkt ins Gespräch und fühlen uns gut aufgehoben. Mit dem Blick auf die Speisekarte fällt uns die Auswahl an Speisen positiv auf: Burger, Pizza, Nudeln, Salate, Sandwiches sowie Gegrilltes steht zur Auswahl. „Da weiß ich gar nicht so richtig, was ich nehmen soll. Finde ich klasse!“ So gut es das „Cinema“ beim Essen allerdings gepunktet hat, so verliert es bei der Bierwahl einige Zähler: Wir haben die Wahl zwischen einem Distelhäuser Pils für 2,30 Euro oder einem Jever Pils für 2,40 Euro. „Schade, nicht wirklich was Gutes dabei!“, kommentiert Karol Majewski. Doch als junger Student mit großem Durst weiß man, dass man im Aschaffenburger Cinema einen Kranz Kölsch für 16 Euro bekommt: „11 Gläser Kölsch mit insgesamt 2,2 Litern Bier. 11 im Kranz, nur 10 bezahlen. Klingt gut, nehmen wir!“ Wer allerdings ein Weizen oder Export trinken möchte und kein Distelhäuser- oder Jever-Liebhaber ist, hat hier eher schlechte Karten.

Der Sieger in der Kategorie „Biergarten“: „Hofgarten Aschaffenburg“
Unsere durstige Reise führte uns weiter in den Biergarten und die Schankwirtschaft „Meerhof“ in Alzenau. Sieht ganz in Ordnung aus, an sonnigen Tagen sogar sehr gemütlich. In der Nähe ist ein Kinderspielplatz, für Familien optimal, für Besucher die etwas Ruhe haben wollen, eher weniger. Der „Meerhof“ überzeugt allerdings mit inneren Werten, auf die es ja eigentlich in diesem Test ankommt: Auf der Karte entdecken wir neben leckeren Speisen auch eine große Auswahl an Bieren. Ob Bier vom Fass wie z.B. das Allgäuer Büble Exportbier im 0,5l-Glas für 2,90 Euro, das Schöfferhofer Weizen in dunkel, kristallklar oder alkoholfrei ebenso in der 0,5l-Fassung für 2,90 Euro oder Corona, Clausthaler und alle möglichen Radlervarianten: „Hier hat man eine gute Auswahl. Hier kann jeder fündig werden!“ Optisch gut, geschmacklich für jeden etwas dabei, preislich gut. Solide Leistung, liebes „Meerhöfchen“.
Etwas weiter weg, allerdings ein studentischer Geheimtipp für Pendler: Auf dem Universitätscampus Westend in Frankfurt eröffnete vor einigen Semester ein Biergarten. Der „Sommergarten“ hat von 15 bis 21 Uhr geöffnet und ich nicht nur für Studenten mit ein paar Minuten zwischen den Vorlesungen eine gemütliche Anlaufstelle. Neben leckeren Speisen vom Grill, wie Steaks, Burgern, Spareribs oder Braten kann man auch in der wenige Schritte entfernten Mensa etwas Ordentliches zu studentenfreundlichen Preisen genehmigen. Das Weizenbier kostet 3,00 Euro, das Exportbier liegt bei 2,50. Optisch gut, preislich sehr zufriedenstellend, die Atmosphäre gelassen bis an Stoßzeiten chaotisch. Nicht jedermanns Sache, allerdings in den Abendstunden an sommerlichen Tagen ein Geheimtipp! Nicht nur für Studenten, sondern auch für die, welche es im Herzen immer noch sind.
Bereits vor dem Test in unserer Redaktion stark favorisiert, befinden wir uns nun im Biergarten Hofgarten in Aschaffenburg. Ohne Reservierung stellt es sich oft als eine Schwierigkeit hier einen Platz zu finden, allerdings probiert man hier sein Bestes und organisiert uns einen Platz. Stilvolle Beleuchtung, ordentliche Bierbänke auf Kiesboden unter schönen Bäumen: Fühlt sich richtig an. So wie es sein soll. Ein Bereich des Biergartens wird bedient, ein anderer liegt in der Selbstbedienungszone. Man kann das Gefühl kriegen, dass hier eine unausgesprochene Klassendynamik herrscht, allerdings ist sowohl die Bedienung als auch der Ausschank gut gelaunt und zu jedem sehr freundlich. Trotz sichtlichem Stress verlieren nur wenige Mitarbeiter die Laune. Verständlich und akzeptabel für den Trubel der hier Abend für Abend herrscht. Auf dem Tisch stehen zwei Maß Export; das Weizenbier wird hier nicht gewählt: „Wenn es hier schon so schön originell und urig ist, trinken wir auch ein Maß!“ Wie gesagt, so getan: 6 Euro für 1 Liter Bier ist preislich in Ordnung. Optisch top, geschmacklich hervorragend. „Hier kommen wir wieder her! Der eindeutige Sieger der Kategorie.“

Der Sieger in der Kategorie „Bierbrauerei“: „Kleines Brauhaus in Seligenstadt“
Das kulinarische Angebot in der Aschaffenburger „Gastwirtschaft Schlappeseppel“ ist über jegliche Kritik erhaben und schmeckt vorzüglich. Was das Bier angeht, kriegt man hier für 2,85 Euro ein 0,5l Faust Export sowie für den gleichen Preis die gleiche Größe Weizenbier; für den alternativen Gaumen gibt es hier auch naturtrübe, dunkle, sowie kristallklare und alkoholfreie Varianten. Der Laden ist ein legendäres Urgestein in Aschaffenburg: Atmosphäre urig und gemütlich, Angebot gut und preislich sehr fair. Was will man mehr? Der Überraschungssieger in der Kategorie „Bierbrauerei“ ist allerdings das „Kleine Brauhaus in Seligenstadt“. „Ich glaube mit dieser Wahl verlieren wir einige Leser“, lacht Redakteur und Tester Karol Majewski, „aber die Wahrheit muss nun mal raus!“. Die Brauerei „Kleines Brauhaus“ bietet eine Schankwirtschaft und selbstverständlich auch einen Biergarten, der eine perfekte Bier-Oase darstellt: Frisch gezapftes, selbstgebrautes Bier wird hier unter herrlich alten Kastanienbäumen serviert. Das „Klein’s Helles“ bzw. das „Klein’s Dunkles“ gibt es im halben Liter Krug für 3,30 Euro; im Maßkrug für 6 Euro. Das „Erste Original Seligenstädter Weizenbier“ gibt es in der 0,5-Liter-Variante ebenso für 3,30 Euro. Gegen Vorbestellung und 55 Euro gibt es sogar ein 10-Liter-Faß zum Selbstzapfen an den Tisch. Sehr schön! Bei Anmeldung kann man sogar unter Führung des Braumeisters einen detailliert Einblick in das Brauwesen sowie das Brauhaus erhaschen. Auch wenn die Küche den einen oder anderen Testergaumen nicht zufriedenstellen konnte, gewinnt das Bier vom „Kleinen Brauhaus Seligenstadt“ geschmacklich auf ganzer Linie. „Geheimtipp der Region!“ (km) // Foto: © Kzenon – Fotolia.com

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