The John Butler Trio: Flesh + Blood

Unmessbares Talent in Symbiose mit großer Experimentierfreude: 11 Songs voller musikalischer Vielfalt, die den unverkennbaren Gitarrenstil von John Butler und den groovenden Rhythmus seiner Mitmusiker Byron Luiters und Grant Gerathy tragen. Wenn Sie die Eintönigkeit und Einfalt von täglicher Radiomusik satt haben, wird Ihnen dieses Album die Ohren für Neues öffnen. Absolut und ausnahmslos empfehlenswert.

BildLange 4 Jahre warteten Musikliebhaber auf ein neues Album der australischen Rootsrock- Band „The John Butler Trio“. Nun hat das Warten ein Ende und Anfang Februar erschien das neuste Werk „Flesh + Blood“: 11 Songs voller musikalischer Vielfalt, die den unverkennbaren Gitarrenstil von John Butler und den groovenden Rhythmus seiner Mitmusiker Byron Luiters und Nicky Bomba tragen. „Flesh + Blood“ ist beim ersten Hören nicht besonders auffällig, im Endeffekt allerdings ein wirklich sehr gutes Album. Songs wie „Livin‘ in the City“, „Devil Woman“ sowie „Blame it on me“ stechen auf Grund ihrer treibenden Kraft heraus, doch im Gesamteindruck ist das Album ruhiger, atmosphärischer und wirkt wie eine gemütliche Jam-Session. Kein Song ist verkrampft zusammengehalten, jede Komposition wirkt äußerst natürlich. Auffällig ungewöhnlich sind die elektronischen Einfl üsse in Songs „Young and Wild“ sowie „You’re Free“. Dieser neue Aspekt ist für viele etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings ist diese Experimentierfreude gerade das, was Fans der ersten Stunde an John Butler lieben. Doch sei es das Spielen einer 12-saitigen Akustik-Gitarre über diverse Verzerrer und Verstärker oder das Einbinden von Lap-Steel-Gitarren, Banjos, Ukulelen und Steel-Drums sowie Digeridoos: Der Ausnahmegitarrist hat in seiner Karriere nie das Unbekannte gescheut und war immer offen für neue Einflüsse. Diese beinahe schon nonkonformistische Freude an der Vielfalt der Musik war stets das Faszinierende an „The John Butler Trio“. Im Rahmen der „Flesh + Blood“-Tour stoppt die Band ebenso in Köln (11.05), Hamburg (13.05), Berlin (14.05) und München (15.05). Und eins sei gesagt: Wer das John Butler Trio bereits live gesehen hat, wird dieses Erlebnis so schnell nicht vergessen. Mit ansteckend positiver Energie spielen sich die drei Musiker um Kopf und Kragen und bringen das gesamte Publikum zum Tanzen. Die Leidenschaft sowie die Liebe zur Musik spürt man in jedem einzelnen Song und besonders in jeder Improvisation. Letzteres ist für Musikliebhaber ein echter Genuss, denn in den letzten, überproduzierten Jahren erlebt man solchen Mut zu Live-Improvisationen eher selten. Doch ob sie die Band nun live sehen oder nicht: Das Album „Flesh + Blood“ ist ein gründliches Durchhören wert und wer dieses Album mag, der wird die älteren Alben lieben. Authentische Musik voller Leidenschaft, positiver Energie und einer Kreativität, die seit Jahren ihresgleichen sucht. Geheimtipp! (km) // Foto: © http://johnbutlertrio.com

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