Planet der Affen Revolution

Man darf gespannt sein, ob „Planet der Affen: Revolution“ mit ebenso viel Tiefgang, Authentizität und schauspielerischem Können überzeugen kann wie der Vorgänger „Planet der Affen: Prevolution“ aus dem Jahr 2011. Die ersten veröffentlichten Szenen sind mehr als vielversprechend.

BildDie Fortsetzung der „Planet der Affen“-Saga erscheint diesen August auf den Kinoleinwänden unserer Region. Die Erwartungshaltung ist hoch, da der Vorgänger aus dem Jahr 2011 „Planet der Affen: Prevolution“ mit einem genialen Plot und einem starken, schauspielerischen Leistungen überzeugte. Die ursprüngliche Idee zu dem bewegenden Zukunftsepos entstammt dem gleichnamigen Dystopie-Roman von Pierre Boulle aus dem Jahr 1963. Anfang der 1970er wurde die legendäre Film-Reihe mit Charlton Heston gestartet mit Titeln wie „Planet der Affen“ (1968), „Rückkehr zum Planet der Affen“ (1970), „Flucht vom Planet der Affen“ (1971) und weiteren Fortsetzungen der Saga. Filmfans und Kritiker streiten sich seit Jahren um den künstlerischen Wert dieser Geschichte: Für die einen ist es unterhaltsame Science Fiction, welche für heutige Sci-Fi-Filme den Weg geebnet hat, für die anderen ist die Verfilmung des Romans schlecht geschrieben, schlecht produziert und insgesamt eher überflüssig. Doch im Jahr 2011 erschien „Planet der Affen: Prevolution“ (engl. „Rise of the Planet of the Apes“), welches die Vorgeschichte der Saga aus den 1970ern erzählt. Mit besseren technischen Möglichkeiten, mehr authentischen Tiefgang und einem genialen Plot überzeugte der Streifen selbst die härtesten Kritiker: „Dem im Kino zu Tode gefeierten, uramerikanischen Superhelden-Individualismus setzt „Prevolution“ die Kraft der unterdrückten Massen entgegen. So entwirft dieses großartige Science-Fiction- Märchen eine politische Perspektive – man hätte sie in einem solchen Film nie und nimmer erwartet.“ (Peter Uehling, Frankfurter Rundschau, 09. August 2011). Der Film hatte im Gegensatz zu den früheren „Planet der Affen“-Werken den nötigen Tiefgang, durch welchen man die Geschichte erstmals tatsächlich ernst nehmen konnte. Und auch wenn „Planet der Affen: Prevolution“ eine vom Roman abweichende Vorgeschichte darüber erzählt, wie die Affen zur dominanten Spezies auf der Erde werden konnten, überzeugt er auch eingefleischte Fans der ersten Stunde. So spielte der Streifen weltweit über 482 Millionen US-Dollar ein. In der Fortsetzung „Planet der Affen: Revolution“ (engl. „Dawn of the Planet oft he Apes“) haben unsere tierischen Verwandten die Oberhand gewonnen. Zehn Jahre nach den Geschehnissen in „Prevolution“ hat ein Virus den Großteil der Menschheit getötet. Wer übrig geblieben ist, lebt versteckt und in ständiger Angst. Die Wissenschaftler Malcolm (gespielt von Jason Clarke) und Ellie (gespielt von Keri Russell) glauben jedoch an ein gemeinsames Zusammenleben beider Spezies und schließen mit Affen-Anführer Caesar (genial gespielt von Andy Serkis) ein Friedensabkommen. Der schwer gewonnene Frieden wird allerdings schnell von Widerstandskämpfer Dreyfus (Gary Oldman in einer überzeugenden Rolle!) torpediert: Dreyfus will Rache und den Tod von Caesar. Man darf gespannt sein, ob die Geschichte von „Planet der Affen: Revolution“ mit ebenso viel Tiefgang und Authentizität überzeugen kann wie der Vorgänger aus dem Jahr 2011. Hier wird sich entscheiden, ob das Image der „Planet der Affen“-Saga ein wohlverdientes Aufblühen erleben darf oder der geniale Vorgänger nur ein einmalig guter Ausrutscher in einer mittelmäßigen Sci-Fi-Filmreihe war. Die schauspielerischen Leistungen von Andy Serkis und Gary Oldman sind bereits in den wenigen, veröffentlichten Trailer-Szenen vielversprechend. Es ist allerdings wie so oft: Eine gute schauspielerische Leistung kann ein löchriges Skript nicht alleine zu einem guten Film machen. Die Schlacht zwischen Mensch und Tier findet ab dem 07. August 2014 auf den Leinwänden unserer Region statt. Man darf gespannt sein! (km) // Foto: © 2014 Twentieth Century Fox

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