Sin City 2 – A dame to kill for

Sündige Finsternis, bitterböses Verderben und ein Wirrwarr an episch großen, wuchtigen Charakteren: „Sin City 2 – A Dame To Kill For“ ist kein Film für jedermann, lässt man sich allerdings darauf ein, überzeugt der Streifen auf ganzer Linie.

BildDer Kino-September steht im Zeichen der Sünde: Seit beinahe 9 Jahren warten Comic-Liebhaber und Kino-Fans auf die Fortsetzung von „Sin City“. In den letzten Jahren gab es immer wieder Gerüchte über neue Drehbücher, neue Figuren und Aspekte in der Geschichte sowie einen möglichen Cast. Die Gerüchteküche trieb so manchen erwartungsfreudigen Fan in den Vorfreuden-Wahnsinn, doch nun können alle von diesem Wahnsinn getriebenen aufatmen. Das Warten hat ein Ende: Am 18. September 2014 erscheint „Sin City 2 – A Dame To Kill For“ in den Kinos unserer Region. Der Film zeigt den düsteren und brutalen Alltag in der fiktiven Stadt „Basin City“, die den unrühmlichen Spitznamen „Sin City“ (dt. Stadt der Sünde) trägt. Die Handlung wird wie bereits im ersten Teil aus dem Jahr 2005 in mehreren, teils surrealen Geschichten präsentiert. Der erste Teil der „Sin City“-Saga überzeugte nicht nur durch die düstere Geschichte, sondern seine stilistische und comicartige Inszenierung: Der Film ist genauso wie die Comics bis auf wenige Ausnahmen in schwarz-weiß gehalten. Die Kamera ist sehr statisch, die Schnitte sehr hart: So wirken die gesehenen Bilder wie Einzelbilder aus einem Comic. Der Effekt wird dadurch verstärkt, dass die Gedanken der jeweiligen Hauptperson in einem Voice-Over wiedergegeben werden, was den Gedankenblasen in den Comics gleichgesetzt werden kann. Der „Sin City“-Look revolutionierte nicht nur in den Anfängen der 1990er die Comicwelt, sondern beeinflusste nun auch in den letzten Jahren die Kinematographie Hollywoods. Fans der ersten Stunde können beruhigt sein, denn die Geschichte der Fortsetzung basiert primär auf dem zweiten Buch von Frank Millers Comicserie. Zusätzlich wurden die Episoden „The Long Bad Night“ sowie „Nancy’s Last Dance“ exklusiv von Miller für den im September erscheinenden Film geschrieben. Und wo Comicautor Frank Miller seine Feder geschwungen hat, da sind sündige Finsternis, bitterböses Verderben und ein Wirrwarr an episch großen, wuchtigen Charakteren: An der Story wird’s also nicht scheitern. Das steht bereits jetzt fest. Und da das Ganze von Regisseur Robert Rodriguez mit der nötigen Portion Surrealismus in Szene gesetzt und von Hollywoodgrößen wie Jessica Alba, Joseph Gordon-Levitt und Bruce Willis mit unbeschreiblicher Coolness verkörpert wird, kann es eigentlich nur ein cineastisches Fest werden. Ob der Film allerdings der bereits jetzt übergroßen Erwartungshaltung standhalten wird, sehen wir erst Mitte September. Bis dahin kann man sich schon einmal in die überfüllte Schlange an der klingelnden Kinokasse anstellen. (km) // Foto: © http://sincity-2.com/

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