Gegen vieles ist ein Kraut gewachsen

Natürliche Heilmittel können gegen Erkältungen und Winterdepressionen helfen
Kaum ist der Sommer vorbei, geht es auch schon wieder los: man fühlt sich schlapp und fängt sich schon bald die erst Erkältung ein. Doch bevor man gleich zu Antibiotika und Co. greift, kann man erst einmal versuchen, die Viren und Bakterien mit pflanzlichen Mitteln in den Griff zu bekommen. Viele dieser Heilpflanzen wachsen sogar im eigenen Garten.

In der kalten Jahreszeit drohen Krankheiten
Im Herbst und Winter gehen wir weniger nach draußen. Wir halten uns häufig in schlecht gelüfteten Räumen auf, oft auch mit vielen anderen Menschen zusammen. Zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Wartezimmern oder in öffentlichen Verkehrsmittel. Wer einmal in einem voll besetzten Zug oder Bus war, weiß, was ich meine. Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder dass wir uns in dieser Zeit besonders oft anstecken. Hinzu kommt, dass unser Immunsystem in den Wintermonaten durch Kälte und Mangel an Tageslicht ohnehin geschwächt ist. Daher ist es wichtig, gerade in dieser Jahreszeit auch wenn es manchmal schwer fällt, nach draußen zu gehen und frische Luft und Tageslicht zu tanken.

Hilfe bei Erkältung und Halsschmerzen
Ein besonders wirksames Mittel um festsitzenden Husten zu lösen, ist der Thymian. Einen Thymiantee kann man ganz einfach selbst zubereiten, indem man einen Teelöffel Thymianblätter mit 250 ml kochendem Wasser überbrüht und fünf Minuten ziehen lässt. Anschließend gießt man den Tee ab und süßt ihn mit Honig. Darüber hinaus ist der Thymian auch ein wunderbares Gewürz für die mediterrane Küche.

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Gegen Halsschmerzen hat sich vor Allem der Salbei bewährt. Dieses Kraut ist eine der ältesten Heilpflanzen der Menschheit und ist dank seiner antibakteriellen, pilztötenden und schweißhemmenden Wirkung vielseitig einsetzbar. In der Pflanzenheilkunde wird der Salbei vor Allem gegen Atemwegserkrankungen, Halsentzündungen und übermäßiges Schwitzen eingesetzt. Bei Halsschmerzen hat sich das Gurgeln mit Salbeitee bewährt. Dazu wird ein Teelöffel Salbeiblätter mit 250 ml kochendem Wasser übergossen und zehn Minuten ziehen lassen. Noch ein Tipp: Kauen Sie jeden Tag ein Salbeiblatt, das soll die Zähne weißer machen.

Hilfe bei Winterdepression
Viele Menschen leiden besonders in den dunklen Wintermonaten an depressiven Verstimmungen. Bei leichten Depressionen hat sich als Heilpflanze vor allem das Johanniskraut bewährt. Die Wirkung tritt allerdings erst nach etwa zwei Wochen ein, es ist also etwas Geduld erforderlich. Am einfachsten ist es, sich ein Präparat aus der Apotheke zu besorgen, aber auch der Tee ist wirksam. Dazu macht man sich einen Aufguss aus zwei Teelöffeln Kraut und Blüten, die man mit einer Tasse Wasser überbrüht. Alles in allem muss man nicht gleich Antibiotika und Medikamente schlucken. Wer sich im Winter viel an der frischen Luft bewegt und reichlich Tageslicht genießt, so dass auch das notwendige Vitamin D gebildet wird, der ist gegen Winterdepressionen und Erkältungskrankheiten gut gerüstet. Wichtig ist in diesem Zusammenhang noch eine gesunde und vitaminreiche Ernährung. Und wenn es einen doch einmal erwischt, dann ist gegen vieles ein (Heil-) Kraut gewachsen. (Text: Christiane Schmidt-Rüppel)

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