Untermain umsonst: Viele Veranstaltungen und Konzerte in unserer Region kostenlos

Beim Volksfest-Frühschoppen mit dem Kabarettisten Urban Priol war die Hölle los. Das Festzelt war praktisch bis auf den letzten Platz gefüllt und die Stimmung kochte. Urban Priol brache mit seinem Wortwitz, seinen Anekdoten und seinen Imitationen die Menschen zum Lachen. Freibier wurde zwar leider nicht ausgeschenkt. Doch was hat der Auftritt des Kabarettisten an Eintritt gekostet? Sie wissen es wahrscheinlich schon: Gar keinen! Die Veranstaltung war völlig umsonst.

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Nicht nur, dass es hier am Untermain vieles gibt, was preisgünstig ist. Wer genau hin schaut und seinen Geldbeutel nicht strapazieren möchte, entdeckt, dass vieles umsonst zu haben ist. Dazu zählen etliche Veranstaltungen und Konzerte, aber auch kostenlose Bademöglichkeiten, Vergünstigungen im Nahverkehr, kostenlose Bücher beim Book-Crossing oder auch kostenlose Trinkbrunnen.

Stadtfeste mit vielen Bühnen
Beim Aschaffenburger Volksfest gab es in diesem Jahr nicht nur den Frühschoppen mit Urban Priol umsonst. Auch der Frühschoppen mit der Kabarettistin Lore Hock und dem Musikverein Waldaschaff hat keinen Eintritt gekostet. Vor allem, wenn am Untermain gefeiert wird, dann sind viele Veranstaltungen und Konzerte kostenlos. So locken das Stadtfest in Alzenau und das Stadtfest in Aschaffenburg jedes Jahr mit etlichen Bühnen, auf denen Interessantes und häufig Mitreißendes dargeboten wird. Dann treten so viele Musik-, Pop- und Rockgruppen aus der Region auf, dass das Aufzählen schwer fallen würde. Auch für Seligenstadt gilt entsprechendes bei etlichen Festen.

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Stadtfest in Alzenau


Brüderschaft der Völker
Eine kostenlose Veranstaltung stellt in Aschaffenburg das Fest „Brüderschaft der Völker dar“. Hier spielen mitunter auch interessante, überregional bekannte oder auch exotische Gruppen auf. In Frankfurt hat das allerdings nicht jährlich stattfinde Wolkenkratzerfestival schon des Öfteren mit seinen kostenlosen Konzerten begeistert. Hier trat zum Beispiel auch einmal Blödelbarde Otto ohne Eintritt auf. Nicht nur Volks- und Stadtfeste, auch die einheimischen Biergärten locken im Sommer mit oft tollen Konzerten zum Nulltarif. Neulich quoll zum Beispiel der Schönbusch über als die Gruppe „Feel Collins“ spielte. Auch die vielen Feste sowie etliche Kirchweihfeste, die hier meist Kerb, in Wiesen oder Frammersbach aber Kirb heißen, bieten Musikgruppen. Dies gilt besonders auch für die Freunde der Blasmusik. Wer kostenlos feiern will, der bekommt bei uns auch an Fasching oder Fasenacht viel geboten. Sonntags ist zum Beispiel in Aschaffenburg Faschingszug, am Rosenmontag geht es nach Seligenstadt und am Dienstag dann zu einem Zug in den Landkreis Aschaffenburg. Und manche Faschingsveranstaltungen kosten auch keinen Eintritt.

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Volksfest in Aschaffenburg


Kostenlos trinken
Es gibt in der Region sogar Möglichkeiten, kostenlos etwas zu trinken. Zum Beispiel in manchen Drogeriemärkten. Oder an Trinkwasserbrunnen der Aschaffenburger Stadtwerke, einer steht zum Beispiel an der Wasseraufbereitungsanlage auf dem Radweg nach Niedernberg, einer seit neuem im Stadtbad. Bei Veranstaltungen oder Einweihungen der Stadt Aschaffenburg, die meist auch für alle Bürger zugänglich sind, wird häufig auch ein Glas Pompejaner ausgeschenkt. Und am letzten Tag des KOMMZ-Festivals soll es auch schon einmal Freibier gegeben haben. Auch im Öffentlichen Nahverkehr gibt es etwas kostenlos: Wer zum Beispiel eine Wochen-. Monats- oder Jahreskarte des RMVs (Rhein-Main-Verkehrsverbund) besitzt, kann ab 19 Uhr oder samstags, sonntags und an Feiertagen einen Erwachsenen und beliebig viele Kinder bis unter 15 Jahren mit seiner Karte kostenlos mitnehmen. Eine ähnliche Regelung gibt es auch beim VAB (Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain). Hier sollte man sich einfach genau informieren. Für PKWs gibt es in unserer Region – im Gegensatz zur Großstadt Frankfurt – noch zahlreiche kostenlose Parkmöglichkeiten. Dazu zählt zum Beispiel der Parkplatz am Main in Aschaffenburg.

Kostenlos baden
BildIn unserer Region gibt es zahlreiche Badeseen. Viele davon sind umsonst zu genießen. So kostet zum Beispiel der Mainparksee in Mainaschaff keinen Eintritt. Auch am Honisch Beach in Niedernberg ist der Eintritt zum See kostenlos. In Freibädern gibt es oft Aktionen wie kostenloser Eintritt am ersten oder letzten Öffnungstag oder zu einem besonderen Angebotstag. Hinzu kommen Ermäßigungen in einigen Städten und Gemeinden wie zum Beispiel kostenfreie Saisonkarten für kinderreiche Familien ab dem dritten Kind. Wer gerne liest, dem steht in Aschaffenburg am zentralen Busbahnhof das Book-Crossing zur Verfügung. Dort sind viele interessante gebrauchte Bücher kostenlos zu finden. Und wer daheim aufräumt, kann auch Bücher, die er nicht mehr braucht, zum Book-Crossing bringen. Hier lohnt es sich meistens, einmal zu schauen.

Nicht alles Schöne muss Geld kosten. Vieles, vor allem tolle Konzerte, gibt es bei uns umsonst. Man muss nur die Augen aufmachen und es entdecken. Unsere wunderbare Landschaft mit dem Main und den Schiffen darauf ist ohnehin kostenlos zu genießen. (wrü) // Foto 3: (C) Werner Link

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