Wolfmother: Victorious – Das langersehnte, vierte Album der australischen Rockband

BildAm 19. Februar 2016 veröffentlichte die australische Band Wolfmother still und leise ihr viertes Album „Victorious“ und weckte bei zahlreichen Fans Hoffnungen und Erinnerungen an die musikalische Qualität der vergangenen Tage. Die kritischen Meinungen sind bisher aber äußerst gemischt.

2005 veröffentlichte die australische Band Wolfmother das gleichnamige Debütalbum „Wolfmother“, das mit Songs wie „Joker and the Thief“, „White Unicorn“ und „Woman“ überraschte. In kürzester Zeit erspielte sich die Rockband auf langer Welttournee eine große Fangemeinde. 2007 wurde der Song „Woman“ sogar mit dem Grammy für die beste „Hard Rock Performance“ ausgezeichnet. 2009 folgte mit „Cosmic Egg“ das zweite Album, das selbst den letzten Kritiker auf ganzer Linie überzeugte. Mit jeder Menge Sentimentalität für die großen Vorbilder wie Led Zeppelin und Black Sabbath und mit einer ordentlichen Portion Individualität und Authentizität rockt das Album auf ganzer Linie. „Cosmic Egg“ ist ein Album mit extrem hoher qualitativen Dichte, so dass man bei Hören kaum einen Song überspringen muss. Musikkritiker Christian Kroemer betonte den Gesamteindruck des Albums auf dem Musikportal cdstarts.de: „Nach dem Kauf sollte man sich auf jeden Fall die nötige Zeit für den ungestörten und vollständigen Genuss dieser Platte nehmen – der Eindruck ist überwältigend.“ Jeder Musikkritiker und Musikliebhaber war sich sicher: Wolfmother ist eine Band, die in den nächsten Jahren Stadien füllen und Millionen Fans begeistern wird. Doch statt des ganz großen Durchbruchs wurde es ganz ruhig um die australische Band. Erst 5 Jahre später veröffentlichte man das dritte Album „New Crown“, das allerdings weit hinter den Erwartungen der Fans und Kritiker lag. Wolfmother geriet in Vergessenheit.

Am 19. Februar 2016 brachte Wolfmother still und leise ihr viertes Album „Victorious“ heraus und weckte bei zahlreichen Fans Hoffnungen und Erinnerungen an die musikalische Qualität der vergangenen Tage. Von der Originalbesetzung ist leider nur noch Sänger und Gitarrist Andrew Stockdale geblieben, allerdings sieht er das Vorhaben auf „Victorious“ klar: “Wir wollten zurück zu dem großen Sound früherer Tage mit einer guten Balance zwischen einer garage-artigen Energie und einer satten Produktion. Das Album ist wild, energiegeladen und genau richtig für große Festivalbühnen!“ Doch bisher wird „Victorious“ mit gemischten Meinungen aufgenommen: Viele betonen die spannende Bandbreite der Musik, andere hingegen sehen das Album als lethargisch an.

In meinen Augen kommt das Album nicht hundertprozentig an die Qualität und die Energie von „Cosmic Egg“ heran, allerdings muss man hier die komplett neue Zusammensetzung der Band im Hinterkopf behalten. Auch wenn die meisten Wolfmother-Songs von Andrew Stockdale geschrieben sind, ist es doch meistens die Chemie zwischen den einzelnen Musikern die einen Song Leben einhaucht und das gewisse Etwas verleiht. Vergleicht man „Victorious“ nicht mit den früheren Werken, so ist es separat betrachtet ein solides Werk handgemachter Rockmusik: Schnelle Gitarrenriffs, eingängige Gesangsmelodien, treibende Drums. Wer davon auch live überzeugen möchte, kann Wolfmother am 22.04. in Köln, am 23.04. in Wiesbaden, am 01.05. in Hamburg, am 02.05. in Berlin sowie am 10.05 in München erleben. (km) // Foto: © http://www.wolfmother.com/

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