Aschaffenburg: Festnahme von drei professionellen Ladendieben nach großer Tour im gesamten Bundesgebiet

Der Aufmerksamkeit eines Ladendetektives ist es zu verdanken, dass ein bundesweit agierendes Diebes-Trio aus Osteuropa in Aschaffenburg festgenommen werden konnte. Eine 22-Jährige, ein 23-Jähriger und eine 51-Jährige wurden am Freitagmorgen, 11.03.2016 um 10:15 Uhr, in einem Supermarkt in der Würzburger Straße bei einem Diebstahl erwischt. Da der 51-Jährigen vor Ort keine Tatbeteiligung nachgewiesen werden konnte, wurde sie vom Ladendetektiv laufen gelassen. Die beiden jüngeren Personen wurden schließlich einer Streife der Polizeiinspektion Aschaffenburg übergeben. Die Beamten fanden bei der Durchsuchung des 22-Jährigen noch weiteres Diebesgut aus dem Supermarktes.

Insgesamt wurden dort Kosmetika und kleine Elektroartikel in Höhe von cirka 160 Euro entwendet. Eine Nachschau im mitgeführten Pkw der Diebe förderte weiteres Diebesgut aus diversen Läden zu Tage, welches in Säcken und Taschen verstaut war. Desweiteren wurden Notizen über verschiedene Verbrauchermärkte im gesamten Bundesgebiet, eine Landkarte mit markierten Ortschaften sowie ein Teleskopschlagstock und drei Messer aufgefunden. Außerdem wurde ein Hilfsmittel sichergestellt, das dazu dient die elektronische Sicherung an Kleidungsstücken zu entfernen.

Die beiden Diebe wurden vorläufig festgenommen und mit samt ihres Autos zur Polizeiinspektion Aschaffenburg verbracht.

Im Zuge der ersten Ermittlungen wurde offenbar, dass die 51-Jährige ebenfalls an den Aktionen beteiligt war. Es wurde eine sofortige Fahndung nach ihr veranlasst, welche jedoch negativ verlief.

Weiter wurde bekannt, dass die die drei bereits Diebestouren in Kreuztal, Waldbröl, Dillenburg und Wetzlar begangen hatten. Aufgrund der Tatsache, dass die Täter Bekleidungsstücke in größeren Mengen und verschiedenen Größen gestohlen hatten ist von einem gewerbsmäßigen Diebstahl auszugehen. Die Höhe des sichergestellten Diebesguts beläuft sich auf rund 7000 Euro.

Bei der Vorführung beim Ermittlungsrichter am Samstagvormittag ordnete dieser an, dass die 22-Jährige und der 23-Jährige in Untersuchungshaft gingen. Gegen die 51-Jährige, von welcher bis dahin noch jede Spur fehlte, wurde ebenfalls ein Haftbefehl erlassen.

Ein glücklicher Zufall am Samstagnachmittag brachte sie in die Fänge der Polizei. Die Frau fiel auf, da sie sich bei einem medizinischen Einsatz nicht von Rettungskräften behandeln lassen wollte. Daher riefen diese zur Unterstützung eine Streife der Polizei, welche bei der Überprüfung der Personalien auf den offenen Haftbefehl stießen. Nach dessen Eröffnung wurde auch das offensichtliche „Oberhaupt der Bande“ am Sonntag in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht.

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