Food-Sharing in unserer Region

Pro Jahr wirft jeder Deutsche etwa 80 kg Lebensmittel weg, insgesamt landen in Deutschland jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel in der Mülltonne – das ist fast die Hälfte aller produzierten Lebensmittel! (Quelle: Die Tafeln) Um etwas gegen diese Verschwendung zu tun treffen sich die Foodsharer und Foodsaver in Aschaffenburg (und natürlich auch in anderen Städten) regelmäßig, um das Essen vor der Tonne zu retten.

Bild

Foodsaver, also Lebensmittelretter, holen Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden, bei den Betrieben oder auch bei Privatpersonen ab. Gründe, warum die qualitativ einwandfreien Nahrungsmittel weggeworfen werden, gibt es viele: Obst und Gemüse sieht häufig einfach nicht „gut“ genug aus, um verkauft zu werden, denn nur die hübsch gekrümmten Gurken und perfekt roten Tomaten schaffen es am Ende zum Verbraucher. Durch das ständige Angebot an frischen Lebensmitteln bleibt in Supermärkten nach Ladenschluss natürlich viel übrig, was nicht verkauft wurde. Und viel zu oft sind es auch wir als Privatpersonen, die zu viel einkaufen, sodass wir am Ende die Hälfte wieder wegwerfen müssen. Um all diese Lebensmittel kümmern sich die Foodsaver. In Aschaffenburg wird das gerettete Essen in die Kulturkneipe Stern gebracht, wo einmal in der Woche ein Foodsharing Treffen stattfindet, auf dem sich jeder bedienen darf.

Aber auch im Internet sind die freiwilligen Helfer aktiv. Für die Foodsharer in Aschaffenburg gibt es eine eigene Facebook-Gruppe, damit jeder die Lebensmittel, die er nicht mehr braucht, verschenken kann. So geht es natürlich besonders einfach und schnell und man muss die Lebensmittel nur abholen.

Jeder Einzelne kann etwas gegen die Lebensmittelverschwendung tun. Man kann ganz klein anfangen und einfach weniger verderbliche Lebensmittel einkaufen. Gut ist es, im Voraus zu planen, was man im Laufe der Woche kochen möchte, damit nicht so viel übrig bleibt. Saisonale und regionale Produkte halten sich länger und es besteht weniger Gefahr, dass sie beim Transport beschädigt und deshalb weggeworfen werden. Auf dem Markt findet man auch oft „hässliches“ Gemüse, das zwar nicht so perfekt aussieht, aber genauso gut schmeckt. Wenn Sie Reste übrig haben, können Sie auch nach Rezepten zur Resteverwertung suchen, zum Beispiel beim Bundesministerium für Ernährung. Hier ein Beispiel zur Verwertung von Brotresten (der Salat ist getestet und wirklich lecker!)

Brotsalat

  • 3 trockene Brötchen oder Weißbrot
  • 400g weiche Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Basilikum
  • Olivenöl und Balsamicoessig

Brötchen klein schneiden und in Olivenöl rösten. Tomaten und Zwiebeln klein schneiden, Knoblauch pressen und alle Zutaten zusammen vermengen. Mit Balsamico, Pfeffer und Salz abschmecken. (Anna Rüppel)

Kommentare sind geschlossen