Änderungen im Jahr 2019

2019 wird ein Jahr der Veränderungen und neuen Gesetze. Vieles steht schon fest. Was bedeuten die Gesetzesänderungen für die Verbraucher in Deutschland? Und was kommt sonst noch Neues auf uns zu? Das neue Jahr wird wie der folgende Artikel zeigen wird einige positive Neuerungen für die Verbraucher mit sich bringen, jedoch bahnen sich auch kritische Veränderungen innerhalb und außerhalb Deutschlands an. Ein kurzer Überblick.

  • 1. Erhöhung der Mietpreise und deren Konsequenzen
  • 2. Preissprünge bei Strom und Gas
  • 3. Mehr Nettogehalt und mehr Rente ab 2019
  • 4. Feststehende und vermutete Dieselverbote in mehreren deutschen Städten
  • 5. Welche Veränderungen zieht der Brexit nach sich?

1. Erhöhung der Mietpreise und deren Konsequenzen
Die Mieten für Wohnungen steigen und steigen. Vor allem in den Großstädten scheinen die Mietpreise keine Grenzen zu kennen. Der steigenden Nachfrage an Wohnraum im Zuge der Urbanisierung kann in den Städten schlichtweg nicht standgehalten werden. Auch die 2015 vom Bundestag beschlossene Mietpreisbremse kann bisher nicht die gewünschten Erfolge erzielen. Für die Wohnungsknappheit gibt es nicht die eine Ursache. Vielmehr ist es ein Zusammenspiel aus vielen verschiedenen Faktoren. Unter anderem ziehen junge Familien immer seltener raus ins Grüne, was auch dadurch bedingt ist, dass die Großstädte bessere Jobchancen und berufliche Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Oftmals sind Familien an einen bestimmten Standort, der meist in größeren Städten liegt, gebunden. Außerdem gibt es immer mehr alte Menschen in Deutschland, die versorgt werden müssen. Diese Versorgung kann am besten in den Städten gewährleistet werden. Vorwiegend Studenten, Geringverdiener und Rentner mit geringen Bezügen haben mit den steigenden Mieten zu kämpfen, da das nötige Kapital bei diesen Bevölkerungsgruppen meist sehr knapp ist. Auch im Jahr 2019 werden die Mieten in den Städten vermutlich weiter ansteigen, da die Attraktivität des ländlichen Raums immer weiter sinkt und es im Zuge des demografischen Wandels immer mehr zu versorgende alte Menschen geben wird. Es besteht jedoch Hoffnung auf günstigere Konditionen für Mieter. Das 2019 in Kraft tretende Mieterschutzgesetz soll dafür sorgen, dass Vermieter Auskunft über die Vormieten machen müssen und das ein Quadratmeter Wohnfläche binnen sechs Jahre nicht mehr als drei Euro ansteigen darf. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich dieses Gesetz in den Mietpreisen niederschlagen wird.

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2. Preissprünge bei Strom und Gas
2019 droht den Verbrauchern eine Energiepreiswelle. Strom- und Gaspreise werden von den Versorgern fast in allen Bundesländern deutlich angehoben. Rund 50% der Energieversorger erhöhen die tariflichen Preise. Manche Bundesländer und Städte trifft es jedoch weniger hart als andere. Im ungünstigsten Fall können die Mehrkosten für Strom und Gas bis zu 250€ pro Jahr betragen. Besonders erhebliche Strompreisanstiege kommen auf Verbraucher in den beiden nördlichen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu. In „Meckpomm“ müssen Haushalte ab 2019 rund 8% mehr bezahlen. Die Stadtstaaten Hamburg und Berlin bleiben wahrscheinlich von den Strompreisanstiegen verschont. Die Gaspreise hingegen werden 2019 noch stärker ansteigen. Besonders hart trifft es hier die Rheinlandpfälzer, die mit einem Gaspreisanstieg von ca. 13% zu rechen haben. Auch beim Gas haben Berliner und Hamburger vermutlich ein günstiges Los gezogen.

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3. Mehr Nettogehalt und Rente ab 2019
Das neue Jahr 2019 bringt einige Steuerentlastungen und mehr Sozialleistungen mit sich. Der Bundesrat hat Ende des Jahres 2018 einem neuen Familienentlastungsgesetz, das stufenweise in 2019 und 2020 in Kraft treten wird, zugestimmt. Ab Juli 2019 wird für jedes Kind monatlich 10€ mehr Kindergeld gezahlt und der Kinderfreibetrag wird entsprechend erhöht. Außerdem steigt 2019 und 2020 der Grundfreibetrag sowie der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen an. Auch die stufenweise Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns wird 2019 fortgesetzt. Dieser steigt um 42 Cent pro Stunde auf 9,19 an. Das hat auch zur Folge das Tariflöhne, die unter dem Mindestlohn liegen, ab 2019 nicht mehr zulässig sind. Zum steigenden Nettogehalt tragen auch die sinkenden Krankenkassenbeiträge und die sinkenden Beiträge zur Arbeitslosenversicherung bei, auch wenn die Pflegeversicherungsbeiträge ansteigen. Ebenfalls werden im Jahr 2019 ,aufgrund der allgemein steigenden Löhne, die Rentenbezügen angehoben. Rund 20 Millionen deutsche Rentner dürfen sich im Westen über 3,18% Rentenanpassung bzw. im Osten um 3,91% Rentenanpaasung freuen.

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4. Bereits feststehende und vermutete Dieselverbote in mehreren deutschen Städten
Viele Kommunen ringen mit zu hohen Stickstoffdioxid-Werten, die nachgewiesenermaßen vorwiegend durch dieselbetriebene Motoren verursacht werden. 2019 sollen deshalb weitere Dieselfahrverbote in deutschen Städten erhoben werden. Beispielsweise droht Fahrern von älteren Dieselmodellen 2019 eine große Tabu-Zone. Im Laufe des Jahres sollen zunächst Euro-4-Motoren später auch Euro-5-Dieselmotoren aus weiten Teilen des Stadtgebiets ausgesperrt werden. Auch in Stuttgart treten die verhängten Fahrverbote für Euro-4-Diesel in Kraft. In vielen weiteren deutschen Kommunen ist die Zukunft von Dieselautos noch ungewiss. Als besonders bedroht gelten folgende Städte: München, Köln, Reutlingen, Düren und Hamburg.

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5. Welche Veränderungen zieht der Brexit nach sich?
Auch außerhalb Deutschlands kommt es zu einem einscheidenden Ereignis. Die Briten verlassen im März 2019 die Europäische Union. 2016 stimmten 51,9% der britischen Bevölkerung für den Ausstieg. Es wird nicht nur in Großbritannien kontrovers über die möglichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen des Brexits diskutiert, denn die Folgen werden weit über die britische Staatsgrenze hinausreichen. Am wahrscheinlichsten scheint, jedoch mittlerweile ein EU-Austritt mit verschiedenen Abkommen zwischen Großbritannien und der EU. Momentan spricht vieles dafür, dass die Briten mit den EU-Staaten in einer gemeinsamen Zollunion bleiben und somit untereinander ein freier Handel ohne Zölle, Abgaben und Gebühren gewährleistet wird. Dies wäre für beide Abkommenspartner zumindest wirtschaftlich äußerst sinnvoll und bestrebenswert. Sollte es zu einem harten Brexit ohne Zollunion kommen, würde dies für einige wirtschaftliche Turbulenzen vorallem innerhalb Großbritaniens aber auch innerhalb einiger EU-Staaten sorgen.

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