Haarfrei in den Sommer: Von Cremes über Waxing bis zur Lasermethode

Die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings rütteln die Erinnerung wach, dass auch der Sommer einmal wiederkommen wird. Höchste Zeit ist es also, den Körper in Form für den Sommer zu bringen. Das bedeutet sich mal wieder richtig zu pflegen und Selbstfürsorge zu betreiben. Ein großes Thema des Sommers ist in jedem Jahr die Entfernung lästiger Behaarung. Ob Beine, Achseln oder die Intimzone, wenn die warmen, langen Wollpullis im Schrank bleiben, können auch die unrasierten Stellen nicht länger verborgen werden. Aber wie schaffen Sie es, eine besonders glatte, weiche Haut ohne Haare zu bekommen? Und welche Lösung ist gleichzeitig stressfrei?

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Wenn es um stoppelfreie Haut für den Sommer geht, dann sind noch immer das kostspielige Salon-Waxing und Laserbehandlungen der Gold-Standard. Um Geld, Zeit und Nerven zu sparen greifen jedoch die meisten Frauen lieber auf Rasierer, Epilierer oder Kaltwachsstreifen, also die klassischen Haushaltslösungen, zurück. Wichtig ist es bei dieser Heimrasur jedoch die Haut durch das ständige Stoppel vernichten nicht zu stark zu strapazieren. So kann es bei falscher Anwendung oder stumpfen Klingen leicht zu Rasurbrand, Pickeln, Schnitten oder eingewachsenen Haaren kommen. Diese sind nicht nur unschön, sondern jucken und schmerzen auch gewaltig.

Rasieren
Wichtig ist es einen guten Rasierer zu benutzen, der möglichst viele und scharfe Klingen sowie einen stabilen Griff aufweist, damit nah an der Haut rasiert werden kann. Die beste Zeit, um die Rasur durchzuführen ist zudem direkt nach einer warmen Dusche. Denn dann sind die Blutgefäße geweitet und auch die Haut dehnt sich aus, sodass die Basis der winzigen Haare so weit wie möglich freigelegt ist und somit auch die Wurzel der Haare eher erwischt werden kann. Außerdem ist das Haar nach dem Waschen weicher, sodass es sich nicht in die Haut schneidet. Somit ist auch das Risiko einwachsender Haare geringer. Ein weiterer wichtiger Punkt, ist das Wechseln der Klinge. Nach fünf bis zehn Anwendungen gehört eine Klinge spätestens in den Müll, da ansonsten Rost entstehen kann und somit Hautinfektionen riskiert werden. Wer möchte, kann sich ruhig jeden Tag rasieren, sollte aber beachten, dass die Haut immer genug Feuchtigkeit bekommt (zum Beispiel durch eine Hautcreme). Gerade im Sommer mit all dem Schweiß und Baden, kann dabei die Lust sich eine dickflüssige, befeuchtende Creme aufzutragen gering sein, aber sie ist immer noch der beste Schutz um Ausschlag und Reizungen vorzubeugen.

Haarentfernungscremes
Haarentfernungscremes werden dagegen eher selten verwendet, aber auch sie haben ihre Vorteile. Anfänger werden mit dieser Variante weniger oft von Pickeln, Brand oder anderen Reizungen heimgesucht. Außerdem wird das Haar auf einer tieferen Ebene entfernt, sodass es länger dauert bis es wieder wächst. Haarentfernungscremes sollte man allerdings aufgrund der enthaltenen Chemikalien nur alle zehn bis vierzehn Tage anwenden. Die Inhaltsstoffe führen nämlich dazu, dass die Verbindungen, die das Haar zusammenhalten zerbrechen. So riskieren Sie bei häufiger Anwendung ein Austrocknen der Haut. Umso wichtiger ist es die Haut nach der Anwendung mit Feuchtigkeitscreme zu verwöhnen.

Problem: eingewachsene Haare
Eingewachsene Haare zeigen sich dann, wenn rasiertes oder mit Wachs behandeltes Haar sich einkräuselt und so gebogen, wie es ist, zurück in die Haut weiterwächst. Dies kann in sehr seltenen Fällen zu Entzündungen führen, die man jedoch in der Regel auch selbst behandeln kann. So kann etwa die, in der warmen Dusche angeweichte Haut, mit einem Schwamm oder ähnlichem aufgeraut und das Haar entfernt werden.

Waxing
Waxing ist eine der schmerzvolleren Versionen der Haarentfernung und dennoch für viele durchaus lohnend. Denn Waxing packt das Übel an der Wurzel, sodass Sie längere Zeit Ruhe von der Problematik und extrem glatte Beine haben. Beim Waxing im Salon wird warmes Wachs auf die Haut aufgetragen und danach schnell abgezogen, sodass auch das Haar mit dem Wachs ausgezogen wird. Diese Prozedur ist relativ schnell, sodass sie sich auch für große Hautpartien, wie die Beine, lohnt. Wichtig ist es jedoch, sich vor dem Waxing einige Wochen nicht zu enthaaren, denn die Haare müssen lang genug sein, damit dass Wachs sie alle zu fassen bekommt. Die heikelste Frage ist natürlich, wie sehr tut das Waxing weh? Die meisten Menschen finden es erträglich. Sie sagen, es fühlt sich in etwa an, als würde man ein sehr großes Pflaster entfernen. Wie der Einzelne es jedoch empfindet, hängt natürlich von der individuellen Sensitivität und der entsprechenden Region ab. Generell lohnt es sich beim Waxing am Ball zu bleiben, denn je öfter man eine Waxing-Behandlung durchführen lässt, desto dünner werden die Haare. Der Schmerz lässt mit jedem Mal nach. Gutes Waxing bekommen Sie jedoch eigentlich nur im Studio. Kaltwachsstreifen, die billigere Heimvariante, sind eine mittelmäßige Kompromisslösung. Da sie nicht so flüssig sind, wie richtiges Wachs, bekommen sie nicht alle Haare zu fassen. Für Sie bedeutet das, dass Sie für Waxing eher tief in die Tasche greifen müssen. Eine gute Studio Behandlung liegt bei einem Preis von etwa 50 bis 70 Euro. Diese findet in etwa alle sechs bis acht Wochen statt.

Sugaring
Sugaring ist dem Waxing prinzipiell sehr ähnlich. Wie es der Name impliziert, wird beim Sugaring eine zuckrige, klebrige Masse oder ein Gel auf die Haut aufgetragen. Nachdem dieses fest geworden ist, wird es, wie beim Waxing, mit oder gegen die Haarwuchsrichtung entfernt. Der große Vorteil des Sugarings gegenüber Waxing ist, dass die klebrige Masse aus ganz natürlichen Inhaltsstoffen besteht. Sie können es also auch leicht zu Hause machen und müssen Ihre Haut nicht unnötig mit Chemikalien belasten. Auch sind die Schmerzen hier etwas geringer, da die Paste weniger stark an der Haut haftet als das Wachs. Zur heiklen Preisfragen: Die Kosten für Sugaring sind meist etwas geringer als für ein Waxing – auch im Studio. Mit etwas Glück finden Sie gute Angebote für eine Behandlung schon ab 30 oder 40 Euro. Ganz billig wird es, wenn Sie Ihr Sugaring einfach selbst zu Hause durchführen. Nur etwas mehr als zehn Euro müssen Sie bei dieser Variante für eine glatte Haut investieren.

Lasern
Lasern ist eine Langzeitbehandlung, bei der die Haarwurzeln mit Licht zerstört werden. Die Option hält auf Dauer, jedoch werden in der Regel nicht alle Haare entfernt, sondern viele nur ausgedünnt und verfeinert. Es funktioniert besonders gut bei Menschen mit dunklem Haar und heller Haut, denn der Laser muss die Haarwurzeln durch die Hautpigmente detektieren. Dunkle Haut kann daher leichter verbrennen, während helle Haare schlechter detektiert werden. Für ein zufriedenstellendes Endergebnis sind etwa sechs bis zwölf Sitzungen notwendig. Dank neuer Technologie gibt es aber inzwischen auch die Möglichkeit, zu Hause zu lasern. Eine professionelle Laser Behandlung, die immer noch die besseren Ergebnisse erzielt, kostet circa 200 bis 900 Euro, Optionen für zu Hause kosten dagegen maximal 500 Euro.

Elektrolyse
Elektrolyse ist eine weitere, besonders effiziente, aber auch besonders aufwändige, Form der dauerhaften Haarentfernung. Denn bei der Elektrolyse wird jede einzelne Haarwurzel durch elektrische Strömung zerstört. Während die Haarentfernung mit dem Laser nicht für jeden Haartypus geeignet ist, funktioniert Elektrolyse für jeden Haut- wie Haartyp. Der große Nachteil ist jedoch die lange Dauer – schließlich muss jedes Haar einzeln entfernt werden. So müssen Sie mit etwa 15 bis 30 Sessions zu je 80 bis 100 Euro rechnen.

Die hier aufgeführten Verfahren und potentiellen Probleme decken natürlich die Vielzahl an Möglichkeiten nicht vollständig ab, aber sie geben einen Überblick über die beliebtesten und einfachsten Möglichkeiten für eine weiche, gepflegte und haarlose Haut am ganzen Körper. Zusammenfassend kann man festhalten, dass das Wichtigste der sorgsame Umgang mit Ihrer Haut bleibt. Wenn Sie Ihre Haut bewusst beobachten und pflegen, werden Sie schnell erkennen, ob nun Rasieren, Waxing, Sugaring, Lasern oder Elektrolyse die richtige Wahl für Sie ist. Dann steht dem Traumsommer kein Haar mehr im Weg! // Foto: © Vladimir Sazonov – Fotolia.com

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