Ahnenforschung – den Verwandten auf der Spur

Wie fange ich an?
Wenn Sie beschlossen haben, Ihren Stammbaum zu erforschen, fangen Sie am besten damit an, Verwandte und Familienangehörige zu befragen. Schreiben Sie sich alle Namen, Geburtsdaten, Berufe und alle anderen wichtigen Informationen auf. Vielleicht haben Ihre Verwandten auch noch alte Familienfotos oder Urkunden. Ganz bestimmt aber haben sie ein paar schöne Geschichten und Anekdoten zu erzählen. Wenn Sie Glück haben, hat einer Ihrer Angehörigen sogar schon einen Stammbaum erstellt, an dem Sie sich orientieren können. In einigen Familien existieren auch noch die sogenannten Ariernachweise, ein Ahnenbogen, in dem im Dritten Reich die Abstammung angegeben werden musste. Alle Dokumente sollten Sie in einem Ordner sammeln, denn mit der Zeit werden Sie immer mehr Personen und Informationen hinzufügen. Irgendwann werden Sie aber auf einen toten Punkt stoßen, an dem Sie die Ahnenlinie mit bloßen Erinnerungen nicht mehr weiter verfolgen können. Jetzt wird es Zeit in Archiven und im Internet weiterzuforschen.

BildSind Sie auch auf der Suche nach Ihren Wurzeln? Ahnenforschung ist ein spannendes und lehrreiches Hobby.


Ahnenforschung im Archiv
In den meisten Gemeinden gibt es ein Stadtarchiv, in dem Sie zum Beispiel auf Bürgerbücher, Standesamtregister und Einwohnermeldekarteien zugreifen können. In Aschaffenburg kann Ihnen das Stadt- und Stiftsarchiv in der Wermbachstraße weiterhelfen. Das Stadtarchiv von Alzenau finden Sie in der Hanauer Straße. In Seligenstadt können Sie sich an das Stadtarchiv am Marktplatz wenden. Am besten vereinbaren Sie vorher einen Termin und informieren sich, welche Unterlagen Sie benötigen. Wenn Sie auf der Suche nach Kirchenbüchern sind, empfiehlt es sich, bei den zuständigen Pfarrämtern nachzufragen. Kirchenbücher aus Aschaffenburg finden Sie, für die Zeit ab 1876, im Diözesenarchiv Würzburg. Einige Dinge müssen Sie bei der Familienforschung in Archiven beachten. Oft variiert die Schreibung von Familiennamen, obwohl dieselbe Familie gemeint ist. Aufgrund der hohen Kindersterblichkeitsrate haben viele Familien zehn oder mehr Kinder. Es konnte auch durchaus vorkommen, dass ein Kind den Vornamen eines verstorbenen Kindes bekam. Vor dem 19.Jahrhundert finden sich auch viele Einträge in lateinischer Sprache. Sie sollten sich vor Ihrem Archivbesuch also ein paar wichtige lateinische Begriffe notieren.

Ahnenforschung im Internet
Wenn Sie lieber gemütlich von zu Hause aus forschen wollen, anstatt sich durch Archive zu wühlen, können Sie die Ahnensuche auch im Internet beginnen. Hier finden Sie eine Vielzahl von Datenbanken und Foren zur Familienforschung. Ein guter Startpunkt ist die Website des Vereins für Computergenealogie, http://www.genealogy.net. Hier haben Sie Zugriff auf zahlreiche Datenbanken, Fotosammlungen und Links zu anderen Familienforschungsseiten. Sehr praktisch sind auch Foren, in denen Sie sich mit anderen Ahnenforschern austauschen können. Ein Beispiel wäre http://www.forum.ahnenforschung.net. Außerdem gibt es viele Anbieter, bei denen Sie gegen einen monatlichen Beitrag Datenbanken durchsuchen und Ihren Stammbaum erstellen können. Diese kommerziellen Seiten können nützlich sein, viele Informationen werden Sie aber auch kostenlos in Archiven oder im Internet finden. (amr)

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