In der Weihnachtsbäckerei… Weihnachtliche Rezeptideen zum Ausprobieren

Bald ist es wieder so weit – die Weihnachtszeit nähert sich uns mit jedem Tag ein bisschen mehr. Für viele ist es die stimmungsvollste Zeit des Jahres. Wochen, die mit zahlreichen Erinnerungen und Nostalgie verknüpft sind. Darüber hinaus gehört auch das Backen von Weihnachtsplätzchen dazu wie die Kerzen auf den Adventskranz. Im folgenden Artikel sind adventliche und weihnachtliche Rezeptideen aufgeführt. Speisenvorschläge für die Festtage befinden sich ebenfalls darunter. Da stellt sich die Vorfreude auf Weihnachten schon mit dem Biss in den ersten Keks ein.

Plätzchen zum Ausstechen
Diese Kekse gelten als klassische Weihnachtsplätzchen. Sowohl die Herstellung des Teiges als auch das Anfertigen der Kekse ist relativ einfach und erfordert nur ein paar Zutaten.

Zutaten:

  • 300 Gramm Mehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • 200 Gramm weiche Butter
  • 150 Gramm Zucker
  • 60 Gramm Puderzucker
  • 2 Eier
  • 2 Teelöffel Vanillezucker
  • Nach Bedarf: Zuckerperlen oder Streusel für die Deko

Zu Beginn vermengt man das Mehl mit Salz und Backpulver. Aus der Butter wird zusammen mit dem Zucker eine schaumige Masse angerührt. Als Nächstes kommen die Eier sowie der Vanillezucker und das Mehl mit hinein. Alles nochmals miteinander kurz zu einem Teig verkneten. Den Teig umwickelt man fest mit Frischhaltefolie und lässt ihn so für 2 Stunden im Kühlschrank ruhen.

Auf der Arbeitsplatte etwas Mehl ausstreuen, während der Ofen auf 165 Grad vorgeheizt wird. Den Teig aus der Kühlung nehmen, ebenfalls mit einer geringen Menge Mehl versehen und mit einem Nudelholz ausrollen. Aus dem rohen Teig sticht man daraufhin Plätzchen aus. Abschließend werden die Kekse auf ein Blech mit Backpapier gesetzt und eine Viertelstunde lang im Ofen goldbraun gebacken. Die abgekühlten Kekse können nach Wunsch geschmückt werden. Die häufigste Variante ist eine Schicht Zuckerguss mit Streuseln oder bunten Perlen.

Zimtpralinen
Zutaten für etwa 20 Pralinen:

  • 50 Gramm Schlagsahne
  • 50 Gramm Kuvertüre (Vollmilch)
  • 1 Esslöffel Butter
  • 1 Teelöffel gemahlener Zimt
  • 2 Esslöffel Puderzucker
  • 1 Messerspitze gemahlener Zimt

Ein Wasserbad vorbereiten. Dafür wird so viel Wasser in einen Milchtopf gefüllt, dass der Boden gerade eben bedeckt ist. Eine Metallschüssel in den Topf hängen und das Wasser erhitzen. Sobald es heiß ist, gießt man die Schlagsahne in die Schüssel. Im nächsten Schritt die Vollmilchkuvertüre in Stücke hacken und zur Sahne hinzufügen. Beides nochmals erwärmen, sodass die Schokolade in der Sahne zergeht. Nun die Butter in die Masse hineingeben. Wenn sie geschmolzen ist, wird der Zimt als letzte Zutat untergehoben. Die Schoko-Sahne-Masse vom Feuer nehmen und im Kühlschrank auskühlen lassen (idealerweise während der Nachtstunden).

Am nächsten Tag sticht man mithilfe von zwei Löffeln die Masse portionsweise ab, um daraus runde Pralinen zu formen. Dabei wird die Arbeitsplatte mit Backpapier abgedeckt. Puderzucker und Zimt miteinander vermengen, darin die Pralinen wälzen, bis sie gleichmäßig überzogen sind. Anschließend ein zweites Mal kaltstellen.

Hinweis: Die Zimtpralinen lassen sich wunderbar an Weihnachten oder während der Adventszeit verschenken. Dazu füllt man sie in Zellophantüten, wobei Schleifenband als ‚Verschluss‘ dient. Wichtig ist nur, dass die Pralinen in diesem Fall vollständig ausgehärtet sind. Ansonsten könnten sie in der Tüte erneut weich werden.

Pariser Stangen
Zutaten:

  • 1 Tafel Blockschokolade
  • 250 Gramm gemahlene Haselnüsse
  • 150 Gramm Puderzucker
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb

Die Blockschokolade hacken, in eine Schüssel geben und in der Mikrowelle schmelzen lassen. Danach werden alle Zutaten miteinander zu einem weichen Teig verknetet. Den rohen Teig rollt man auf einem Bogen Backpapier dünn aus, um ihn schließlich in Streifen zu schneiden. Eine Glasur aus einem Eiweiß und 100 Gramm Puderzucker anrühren. Das Eiweiß wird mit dem Zucker so lange geschlagen, bis eine dickflüssige Masse entstanden ist. Damit bestreicht man die Teigstreifen und platziert sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Die Pariser Stangen bei 150 – 160 Grad für ungefähr 20 Minuten backen. Dabei darf die Glasur keine braune oder gelbe Farbe annehmen. Im Zweifelsfall das Blech lieber ein paar Minuten eher herausnehmen.

Haselnussförmchen
Diese Kekse sind eine Abwandlung der Pariser Stangen. Hier entfällt die Glasur, dafür kommt Mehl ins Spiel.

Zutaten:

  • 500 Gramm weiche Butter
  • 1 Ei
  • 250 Gramm Puderzucker
  • 1 Tafel Blockschokolade
  • 150 Gramm gemahlene Haselnüsse
  • 500 Gramm Mehl
  • 1 Messerspitze Zimt

Die Schokolade hacken, anschließend schmelzen lassen. Das funktioniert mit einem Wasserbad oder in der Mikrowelle. Die Butter rührt man mit dem Ei und dem Zucker, bis sie eine schaumige Konsistenz bekommt. Flüssige Schokolade samt Nüssen, Zimt und Mehl unterheben und gut verkneten. Danach fettet man Förmchen (mit saisonalen Motiven) aus, eine Portion Teigmasse hineingeben und etwas in die Formen drücken. Das Backblech mit den Förmchen füllen, bei 175 Grad für etwa 20 – 25 Minuten backen lassen. Nach Ablauf der Zeit nimmt man das Blech aus dem Ofen und lässt die Kekse für eine Weile auskühlen. Zum Schluss die Plätzchen aus den Formen stürzen, mit Puderzucker bestäuben.

Bratäpfel
Zutaten für 4 Bratäpfel:

  • 4 festkochende, leicht säuerliche Äpfel
  • Vanillezucker
  • Zimt
  • Marzipanrohmasse
  • Rosinen, Mandeln und/oder Haselnüsse
  • Nach Bedarf: Zitronensaft

Den Ofen im Vorfeld auf etwa 180 Grad vorheizen. Zunächst werden die Äpfel unter fließendem Wasser abgespült und vom Kerngehäuse befreit. Zu diesem Zweck sind spezielle Ausstecher im Handel erhältlich. Die entkernten Äpfel werden mit den oben genannten Zutaten gefüllt, dies geschieht nach individuellem Belieben. Eine feuerfeste Auflaufform mit Butter einfetten, die Äpfel hineinsetzen und rund 40 Minuten lang im Ofen backen. Anschließend herausnehmen, ggf. etwas nachzuckern und auf Desserttellern servieren. Dazu passt heiße Vanillesoße.

Hinweis: Die Bratäpfel eignen sich zudem als Nachspeise für das folgende Rezept – die Weihnachtsgans.

Weihnachtsgans
Kaum ein Braten wird mehr mit Weihnachten in Verbindung gebracht als eine knusprige Gans. Allerdings schrecken nicht wenige vor der Zubereitung zurück. Wenn man die Anleitung jedoch Schritt für Schritt im Vorfeld durchgeht und sich genau an die Mengen-/Zeitvorgaben hält, ist es gar nicht mehr so schwer.

Hinweis: Dem Tierschutz zuliebe sollten besser keine importierten Mastgänse gekauft werden. Stattdessen empfehlen sich Gänse aus regionaler Aufzucht, alternativ greift man zu Biogänsen.

Zutaten:

  • 1 küchenfertige Gans
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Pfeffer
  • Flüssige Butter zum Bestreichen

Für die Füllung:

  • 2 Äpfel
  • 2 Zwiebeln
  • Backpflaumen
  • Nach Bedarf: Rosinen und gehackte Mandeln

Den Ofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Gans kalt abspülen, trockentupfen, danach salzen und würzen. Als nächstes werden alle Zutaten für die Füllung klein gewürfelt, damit dann die Gans stopfen. Mithilfe von Holzspießen und Bratengarn ’näht‘ man die offenen Stellen am Fleisch zu. Auf diese Weise bleibt die Füllung während des Kochvorgangs im Braten.

Die Gans in eine leicht gefettete Kasserole legen und mit flüssiger Butter bestreichen. Dazu gibt man ca. 200 Milliliter Wasser, um ein Austrocknen des Fleisches zu verhindern. Eine dreiviertel Stunde lang im vorgeheizten Ofen braten, danach die Gans drehen. Für weitere drei Stunden gar werden lassen. Zwischendurch immer wieder eine Garprobe machen. Dazu sticht man mit einem Metall- oder Holzspieß in den Braten hinein. Wenn klarer Fleischsaft austritt, ist die Gans fertig und kann aus dem Ofen genommen werden. Überschüssiges Fett wird in der Mitte der Bratzeit abgetragen. Die Temperatur während der letzten Viertelstunde etwas erhöhen. Dann die Weihnachtsgans entnehmen. Als Beilagen sind Kroketten, Klöße sowie saisonale Gemüsesorten beliebt. Dazu passt eine Soße, die aus dem Bratensaft der Gans hergestellt wird. Nach Bedarf fügt man etwas Rotwein oder Cognac hinzu. Dadurch wird der Geschmack der Soße aufgewertet. Die Füllung wird hingegen während des Essens beiseite gelegt.

Schlesische Seidenklöße
Diese Variante der Kartoffelklöße hat ihren Ursprung im südlichen Polen. Ihr leicht schimmerndes Aussehen hat ihnen den klangvollen Namen ‚Seidenklöße‘ eingebracht. Zur Weihnachtsgans bilden sie die perfekte Begleitung.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 700 Gramm vorgekochte Kartoffeln
  • 175 Gramm Kartoffelmehl
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 200 Milliliter Milch
  • 1/2 Esslöffel Butter

Die bereits gekochten Kartoffeln werden durch eine Presse gedrückt. Sie sollten dabei noch eine relativ warme Temperatur aufweisen. Hinzu kommen das Kartoffelmehl und die Prise Salz. Kurz die Milch aufkochen, vom Feuer nehmen und zur Kartoffelmasse hinzufügen. Alles gründlich miteinander verkneten, bis ein gebundener Kloßteig entstanden ist. Daraus etwa 10 Klöße formen. 1 Liter gesalzenes Wasser im Topf aufkochen, dann die Seidenklöße hineingleiten lassen. Sofort die Hitze drosseln, das Wasser darf nur noch leicht köcheln. Darin verbleiben die Klöße für 20 Minuten, der Topf bleibt während des Kochvorgangs offen. Nach Ablauf der Zeit nimmt man die Seidenklöße aus dem heißen Wasser und serviert sie beispielsweise zur Weihnachtsgans. Ansonsten schmecken sie natürlich auch zu anderen Fleischspeisen oder ganz puristisch ‚ohne alles‘.

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