Tierisch: Auf den Hund gekommen – die ersten Tage mit einem Welpen

Endlich ist die lange Zeit des Wartens geschafft und der kleine Welpe ist in seinem neuen Zuhause angekommen. So groß die anfängliche Freude auch sein mag, die ersten Tage, Wochen und Monate mit einem Welpen sind anstrengend, erfordern viel Zeit und harte Arbeit. Dessen sollten sich zukünftige Hundebesitzer bewusst sein und bereits vor der Anschaffung gründlich darüber nachdenken ob sie dem Vierbeiner ein geeignetes Zuhause schenken können und die nötige Zeit aufbringen können.

Die ersten Tage mit einem Welpen
In den ersten Tagen benötigt das neue Familienmitglied genau zwei Dinge: Ruhe und Zeit. So schwer es auch sein mag den süßen Hund nicht andauernd zu streicheln und mit ihm zu spielen, er benötigt eine Weile um in der neuen Umgebung anzukommen und sein neues Rudel kennen zu lernen. Neue Hundebesitzer sollten immer bedenken, dass der Welpe gerade seine Familie und sein sicheres Zuhause verloren hat und noch nicht weiß was auf ihn wartet. Er weiß noch nicht, dass er weiterhin regelmäßig Futter bekommt. Er weiß auch nicht wo sein Trinknapf steht und ob jemand für ihn sorgt. Welpen waren bisher von ihrer Hundemutter abhängig. Nun ist er von den neuen Besitzern abhängig, die er noch gar nicht kennt. Das ist schon sehr viel für einen kleinen Welpen. In den ersten Tagen sollte die Fellnase also viel Ruhe bekommen und Zeit sich im neuen Zuhause einzufinden. Natürlich sind Streicheleinheiten und Spielen auch erlaubt und auch notwendig um das Vertrauen des Welpen zu gewinnen und eine Bindung aufzubauen. Der Vierbeiner sollte nur nicht überfordert werden und einen Rückzugsort bekommen. Wenn er diesen Ort aufsucht, sollte er in Ruhe gelassen werden. Wenn Kinder im neuen Zuhause des Welpen leben, dann sollten auch sie wissen, wann der Hund seine Ruhe braucht.

Dem Hund sollte direkt nach der Ankunft sein Futterplatz und sein Trinknapf gezeigt werden. Der Trinknapf sollte rund um die Uhr zugänglich sein. So kann dem Welpen viel Stress genommen werden, indem er weiß wo er Wasser und Nahrung finden kann. Darüber muss er sich nun keine Sorgen mehr machen. Auch die Spaziergänge sollten in den ersten Tagen nur kurz ausfallen und in der direkten Umgebung stattfinden. Die kleine Fellnase muss lernen wo ihr neues Zuhause ist. Auf keinen Fall sollte ein Welpe von der Leine gelassen werden, bevor sicher ist, dass er seinen Namen kennt und zurückgerufen werden kann.

In den kommenden Tagen sollte auch noch nicht mit dem Hund trainiert werden. Natürlich muss er grundlegende Kommandos wie Komm, Sitz und Platz lernen, allerdings nicht alles in der ersten Woche. Dafür bleibt später noch genug Zeit. Um das Vertrauen und die Bindung des Welpen aufzubauen, kann er in den ersten Tagen aus der Hand gefüttert werden. Wenn das Vertrauen geweckt ist und eine erste Bindung entstanden ist, kann das Training beginnen. Eine aufregende Zeit steht dem Hund und den neu gebackenen Besitzern bevor.

Tipps für neue Hundebesitzer
Ein Hund ist kein Spielzeug und sollte auch nicht so behandelt werden. Neue Hundebesitzer sollten sich daher folgende Tipps und Ratschläge zu Herzen nehmen und im Umgang mit dem eigenen Hund, aber auch mit fremden Hunden, beachten:

– Kinder sollten den Umgang mit einem Hund lernen. Ständiges Kuscheln und Spielen sind nicht im Interesse eines Hundes. Auch nicht im Interesse eines Welpen, auch wenn dieser vielleicht den Anschein macht. Befindet der Hund sich in seinem Körbchen, seiner Höhle oder auf seiner Decke, dann wird er von allen Familienmitgliedern in Ruhe gelassen. Niemand möchte während des Schlafens und Erholens gestörten werden!

– Das Knurren und Bellen eines Hundes sollte immer akzeptiert werden. Kein Hund bellt oder knurrt ohne Grund. Wenn ein Hund knurrt, dann vermittelt er damit, dass er jetzt in Ruhe gelassen werden möchte. In dem Moment sollte man sich zurückziehen oder den Hund aus der Stresssituation herausnehmen. Der Hund hat das Recht zu zeigen, wenn er etwas nicht möchte. Auf keinen Fall sollte ein Hund geschimpft werden, wenn er knurrt. Andernfalls gewöhnt er sich diese Warnung ab und wird beim nächsten Mal direkt beißen.

– Ein Hund sollte nur von der Leine gelassen werden, wenn weder für ihn noch für andere Menschen oder Tiere eine Gefahr besteht. Das bedeutet, dass der Hund in jeder Situation zurückgerufen werden kann und zu jederzeit auf seinen Besitzer reagiert. Im Interesse des eigenen Hundes sollten jegliche Gefahren vermieden werden. Ist der Hund aggressiv gegenüber anderen Menschen oder Tieren sollte er immer eine Leine tragen. Wenn etwas passiert, ist immer der Hund schuld. Daran sollten Hundebesitzer immer denken.

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